Bulgarien

Die internationale Kooperation in Bildung und Forschung zwischen Deutschland und Bulgarien steht im Zeichen der Integration Bulgariens in den Europäischen Forschungsraum. Dieser Ansatz wird durch die Förderinstrumente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur interregionalen Forschungszusammenarbeit in und mit Südosteuropa unterstützt.

Universitätsgebäude in Sofia

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Fördermöglichkeiten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt mit verschiedenen Förderbekanntmachungen die Zusammenarbeit deutscher Einrichtungen mit bulgarischen Partnern.

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Politischer Rahmen

Das europäische Wissenschafts- und Innovationssystem zu stärken, ist ein im aktuellen Koalitionsvertrag festgelegtes Ziel der Bundesregierung . Ein Schwerpunkt liegt dabei auch weiterhin auf gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit den neuen Mitgliedstaaten in Ost- und Südosteuropa. Hierdurch soll der Europäische Forschungsraum (EFR) weiter gestärkt und seiner Vollendung näher gebracht werden.

Die aktuellen Formate der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit (WTZ) greifen diese Vorgaben auf. Damit soll die Internationalisierung und Europaorientierung deutscher Einrichtungen in Bildung und Forschung gestärkt und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Durch die Fokussierung auf Schwerpunktthemen beiderseitigen Interesses soll die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene ausgebaut werden – insbesondere in den Themenbereichen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und in den thematischen Prioritäten des aktuellen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation "Horizont 2020".

Die Kooperation beruht auf einem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Bulgarien über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung vom 25. Februar 1988. Dabei haben es beide Länder verstanden, ihre Kooperation an die sich ändernden Rahmenbedingungen in Europa anzupassen.

Schwerpunkte in der Zusammenarbeit

Partner aus Bulgarien sind in einigen Projekten internationaler Förderprogramme des BMBF involviert. Beispielhaft sind hier die Fördermaßnahme „MOEL-SOEL-Bekanntmachung“ (bis Ende 2017) sowie die ebenfals ausgelaufene Förderbekanntmachung für „Donauanrainerstaaten“ zu nennen.

Besondere Bedeutung findet hierbei, dass die gemeinsamen Projekte am Ende einen Folgeantrag in einem weiterführenden europäischen Forschungsprogramm einreichten. Langfristig sollte dies zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des Innovationspotentials der Partner in führen. Das BMBF griff mit diesen Instrumenten die politischen Ziele der Bundesregierung auf.

Höhepunkte der bilateralen Kooperation

Am 01. Oktober 2008 fiel der Startschuss für die Deutsch-Bulgarische Forschungsbasis CoVE. Gemeinsame Forschungsbasen sollen in beiden Ländern in den jeweiligen Fachgebieten besonders ausgewiesene Forschungs- und Bildungseinrichtungen und die forschende Industrie  auf der Grundlage bestehender Kooperationen personell, organisatorisch und finanziell miteinander verflechten. Ziel ist dabei, durch die Schaffung nachhaltiger Strukturen Forschungspotenziale gemeinsam zu entwickeln sowie in der innovationsorientierten angewandten Forschung dynamischere Produkt- und Prozessinnovationen einzuleiten.

Die Idee und das Leitbild von CoVE ist der Aufbau von virtuellen Umgebungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Form von virtuellen Laboren. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ingenieurswesen, Wissenschaftliches Rechnen/ Datenmanagement und Medizintechnik. Die Plattform zeichnet sich durch internationale Forschung und Eingliederung von internationalem fachlichem Austausch in gemeinschaftlich angewandte Ergebnisse aus. Primäre Partner auf deutscher und bulgarischer Seite sind das Karlsruher Institut für Technolgie (KIT) sowie die Technical University of  Sofia (FDIBA).

Am 29. September 2009 ist aus der Forschungsbasis  der eingetragene Verein CoVE „Collaboration in Virtual Environment“ e. V. hervorgegangen.