China – ein starker Partner in Bildung, Forschung und Innovation

China und Deutschland sind in Forschung und Bildung wichtige strategische Partner. Beide Länder haben die Kooperation in den letzten Jahrzehnten intensiviert, um ihre Innovationskraft zu steigern. Gemeinsame Themen sind unter anderem Innovation, Urbanisierung, Lebenswissenschaften, Hochschulzusammenarbeit und Berufsbildung sowie Ressourcen- und Umweltschutz.

Skyline von Shanghai mit Photovoltaik-Anlagen - China

© Jeff_Hu / iStock / Thinkstock

Fördermöglichkeiten

Aktuell keine laufenden Bekanntmachungen zur Zusammenarbeit mit China.

Politischer Rahmen

Grundlage der Forschungskooperation beider Länder ist ein Regierungsabkommen über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit aus dem Jahr 1978. Seitdem werden bei regelmäßig stattfindenden Sitzungen, an denen Vertreter der Forschungsministerien beider Länder, der Forschungs-, Förder- und Mittlerorganisationen sowie einzelne Wissenschaftler teilnehmen, Themen und Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit diskutiert.

Im Bildungsbereich fanden seit 2004 regelmäßige Konsultationen mit dem chinesischen Bildungsministerium in Form eines Bildungspolitischen Strategiegesprächs (bis 2009: Hochschulpolitisches Strategiegespräch) statt. Ergänzend wurden seit 2011 regelmäßige Sitzungen der Leitungsgruppe der Deutsch-Chinesischen Allianz für Berufsbildung durchgeführt. Mit einer Gemeinsamen Absichtserklärung wurden im Juni 2016 beide Gremien zur Deutsch-Chinesischen Leitungsgruppe für Bildung zusammengelegt. Diese Leitungsgruppe hat im Dezember 2017 zum ersten Mal getagt.

Eine Vertiefung auch der Forschungs- und Bildungszusammenarbeit erfolgte durch die Einführung der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen, die bisher in den Jahren 2011, 2012, 2014, 2016 und zuletzt 2018 stattfanden.

Der gemeinsame Aktionsplan „Innovation gemeinsam gestalten!“, der im Oktober 2014 während der dritten Regierungskonsultationen beschlossen wurde, bekräftigt die strategische Partnerschaft beider Länder auch in den vom BMBF verantworteten Themenfeldern.

Einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der 2014 beschlossenen Innovationspartnerschaft zwischen Deutschland und China leistet die im Oktober 2015 veröffentlichte „China-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2015-2020“. Diese bildet die Basis für die Zusammenarbeit mit China in Forschung, Wissenschaft und Bildung bis zum Jahr 2020. Ziel der Strategie ist es, den Erfolg und gegenseitigen Gewinn der Kooperationen in Forschung und Bildung sicherzustellen. Dazu analysiert die Strategie das bisher Erreichte und benennt Ziele sowie konkrete Maßnahmen für die weitere Zusammenarbeit. Es handelt sich um die erste und bisher einzige Länderstrategie des BMBF. Die vollständige Strategie sowie eine Kurzfassung stehen auf der Internetseite des BMBF zum Download bereit (siehe in der rechten Spalte unter „Links zum Thema“).

Schwerpunkte in der Zusammenarbeit

Themen der vom BMBF verantworteten bilateralen Zusammenarbeit sind Innovationsforschung, Sauberes Wasser bzw. Umwelttechnologien, Urbanisierung und Landmanagement, Lebenswissenschaften und Bioökonomie, Meeres- und Polarforschung, Klimaforschung, Elektromobilität, Digitale Wirtschaft (Industrie 4.0) sowie Hochschul- und Berufsbildung und der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.

Außerdem unterstützt das BMBF den Aufbau eines Fachalumninetzwerks und treibt gemeinsam mit dem Auswärtigem Amt und der Kultusministerkonferenz den Ausbau von China-Kompetenz in Deutschland voran.

Ausgewählte Maßnahmen der BMBF China-Strategie

Im Folgenden werden ausgewählte Maßnahmen der BMBF China-Strategie vorgestellt, deren Umsetzung maßgeblich vom Internationalen Büro begleitet wird.

Rolle des Internationalen Büros

Das Internationale Büro verfolgt im Auftrag des BMBF das Ziel, die internationale Vernetzung deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auszubauen, sodass die deutsche Wissenschaft und Wirtschaft Kompetenzen gewinnen und Innovationsvorsprünge erlangen kann. Damit leistet das Internationale Büro einen Beitrag zur Umsetzung der internationalen Dimension in den Fachprogrammen des BMBF und stellt hierfür im Auftrag des BMBF auch Projektförderung bereit. Schwerpunkte der aktuellen Projektförderung mit China, die über das Internationale Büro betreut werden, sind fachorientierte Alumninetzwerke, Konzepte zum Aufbau von China-Kompetenz an Hochschulen sowie anwendungsnahe Projekte mit Industriebeteiligung (sogenannte „2+2“-Projekte) in verschiedenen Themenschwerpunkten und Forschungsprojekte zur Meeres- und Polarforschung.

Um der stetig wachsenden Bedeutung Chinas als Forschungsnation und Kooperationspartner für Deutschland Rechnung zu tragen, steht das Internationale Büro im stetigen Austausch mit den chinesischen Projektträgern und Ministerien. Hierfür wurde am 19. Januar 2016 in Peking ein Memorandum of Understanding zwischen dem DLR Projektträger und seiner chinesischen Partnerorganisation NCSTE (National Center for Science and Technologie Evaluation) unterzeichnet.