BMBF-Fördermaßnahme „Moderne Chinaforschung“

Die Kooperation mit der Volksrepublik China bietet Chancen und Herausforderungen für Deutschland und die Welt, die mithilfe von evidenzbasierten Erkenntnissen eingeordnet und bewertet werden müssen. Je breiter das Wissen zu vielen einzelnen Aspekten des Innovationssystems und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist, desto eher gelingt es, die Zusammenarbeit mit China auf Augenhöhe und zum gegenseitigen Mehrwert zu gestalten.

Mit der Förderbekanntmachung „Forschung zu aktuellen gesellschafts-, sozial-, wirtschafts- sowie innovationspolitischen Entwicklungen in der Volksrepublik China“ unterstützt das BMBF den Ausbau der China-Kompetenz: Die Projekte tragen zu einer fundierten und aktuellen Wissensbasis über die chinesische Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationslandschaft bei. Ihr Ziel ist es, das Verständnis von den vielfältigen und komplexen Zusammenhängen und Wirkungsketten in China sowie zu deren Bedeutung für Deutschland und Europa zu erweitern. Gefördert werden Forschungsvorhaben zu Fragestellungen der jüngeren Entwicklungen und aktuellen gesellschaftlichen und innovationspolitischen Situation in der VR China mit Relevanz für Deutschland bzw. Europa. Eine Vernetzung mit europäischen China-Experten sowie die Zusammenarbeit mit chinesischen Akteuren ist dabei explizit erwünscht.

Die Anzahl an Personen mit China-Kompetenz wird insbesondere über die gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlern, aber auch durch den Transfer des neuen Wissens zu einem breiteren Personenkreis über die Projektbeteiligten hinaus, erhöht. Die Vorhaben sollen Implementierungsmöglichkeiten der Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen.

Die Fördermaßnahme erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung sowie des Aktionsplans des BMBF „Internationale Kooperation“ und soll dazu dienen, Teile der Grundlage einer evidenzbasierten Forschungs- und Innovationspolitik gegenüber und in Kooperation mit China zu schaffen. Darüber hinaus greift die Fördermaßnahme die entsprechende Handlungsempfehlung aus dem EFI-Gutachten 2020 auf (Seite 71: „Forschung und Lehre, die zum Verständnis von aktuellen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in China beitragen, sollten gestärkt werden.“)

Geförderte Projekte

Die Bekanntmachung „Forschung zu aktuellen gesellschafts-, sozial-, wirtschafts- sowie innovationspolitischen Entwicklungen in der Volksrepublik China“ rief eine große Resonanz hervor: 79 Skizzen sind beim zuständigen Projektträger eingegangen. Von diesen wurden insgesamt 13 ausgewählt, die eine Förderung erhalten. Zu den fachlichen Schwerpunkten, die durch die Projekte abgedeckt werden, zählen u.a. Innovationspolitik, Unternehmenspolitik, Bildung/Hochschulen, Infrastruktur, Wissenschaftsfreiheit, Digitale Transformation (bei Schule, Landwirtschaft, Medikamentenversorgung) und chemisches Recycling. Damit ist eine breite Streuung der in den Projekten behandelten Themen sichergestellt. Die Beteiligung von Hochschulen, Technische Hochschulen und auch Forschungseinrichtungen, sorgt darüber hinaus für vielfältige Blickwinkel auf die Themen.

WIKOOP-INFRA – Hamburg ChiP-NI – Osnabrück   Chikubig – Hannover/Greifswald Scoring – Lüneburg/Witten UIIChina – Bochum/Duisburg/Essen D-TraC – Braunschweig DITAC – Halle (Saale) EUcU_FE – Frankfurt/Bremen TCM – Aachen Sino-Inno-Cap – Aschaffenburg/Frankfurt CRC3-Economy – Freiberg CHINNOCOM – Mannheim/Hohenheim WFCXI – Erlangen/Berlin Deutschlandkarte mit Verbundprojekten zur China-Forschung. Alle hier angezeigten Projekte werden unterhalb der Karte beschrieben. Die Karte enthält keine Informationen, die nicht auch im Text vorhanden sind.
© Karte: www.statistikportal.de / David Liuzzo, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 DE | Bearbeitung: DLR


Projekte (in alphabetischer Reihenfolge des Akronyms)