Deutsch-Afrikanischer Innovationsförderpreis (German-African Innovation Incentive Award – GAIIA)

Der „Deutsch- Afrikanische Innovationsförderpreis“ ist ein neues Instrument des BMBF, um innovative Forschung in Afrika zu stärken und Forschungsergebnisse in praktische Lösungen umzusetzen, die den afrikanischen Gesellschaften zugutekommen. Dadurch sollen die Lebensbedingungen für Menschen in Afrika verbessert werden. Die deutsch-afrikanischen Partnerschaften stellen dabei einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. 

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die vier Preisträger/innen 2018 © BMBF/ Hans-Joachim Rickel

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die vier Preisträger/innen 2018 © BMBF/ Hans-Joachim Rickel

Der Förderpreis honoriert bereits erbrachte herausragende Leistungen afrikanischer Forscher/innen und ermöglicht zugleich ein deutsch-afrikanisches Anschlussprojekt, mit dem die Forschungsergebnisse in Richtung auf eine künftige Verwertung weiterentwickelt werden können. Damit unterstützt der Förderpreis deutsche Forschungs- und Innovationsakteure beim Ausbau ihrer Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern.

Der Förderpreis ist mit 150.000 € dotiert und wird in Form einer Zuwendung vergeben. Diese geht an die deutsche Partnerinstitution, mit der die afrikanische Wissenschaftlerin bzw. der afrikanische Wissenschaftler das gemeinsame zweijährige Forschungs- und Innovationsprojekt durchführt. Dabei entfällt mindestens die Hälfte der Zuwendung auf die Verwendung durch den afrikanischen Partner.

Auf Grundlage eines Nutzungs- oder Verwertungskonzepts verfolgt das deutsch-afrikanische Projekt das Ziel, Forschungsergebnisse mit technisch- oder sozial-innovativem Potenzial in praktische Lösungen zu überführen, die den Bedarfen der Gesellschaften in Afrika entsprechen. Nach Möglichkeit soll das geförderte Projekt über die reinen Projektergebnisse hinaus Grundlage für den Aufbau einer nachhaltigen Innovationsstruktur (z.B. forschungsbasiertes Kleinunternehmen) sein.

Der Förderpreis wurde von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erstmalig im Mai 2018 an vier afrikanische Wissenschaftler/innen aus Afrika und ihre deutschen Kooperationspartner/innen verliehen.

Preisträger/innen der 1. Ausschreibung und ausgezeichnete Projekte

Preisträger/innen der 2. Ausschreibung und ausgezeichneten Projekte

Für die am 27. September 2018 veröffentlichte zweite Ausschreibung hat das BMBF die Ergebnisse bekannt gegeben. Sechs Wissenschaftler/innen aus Afrika (Ghana, Marokko, Südafrika, Tunesien, Uganda) und ihre deutschen Kooperationspartner erhalten den Förderpreis für ihre exzellenten Forschungsergebnisse mit hohem Verwertungspotenzial. Die Projekte wurden von einer hochrangigen Jury aus deutschen und afrikanischen Expertinnen und Experten aus 46 eingereichten Anträgen ausgewählt. Die für den 18. März 2020 in Berlin vorgesehene Preisverleihung durch Frau Bundesministerin Anja Karliczek konnte aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 Bekanntmachungstext der 2. Ausschreibung vom 27. September 2018:

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