Universität der Vereinten Nationen (UNU)

Die UNU (United Nations University) ist eine autonome Einrichtung der Vereinten Nationen (VN) und nahm ihre Arbeit 1975 auf. Entlang der Agenda 2030 (SDGs) entwickeln die UNU-Institute weltweit Lösungsvorschläge für globale Probleme des menschlichen Überlebens, der Entwicklung und des Wohlergehens. Forschungsergebnisse dienen zur nationalen und internationalen wissenschaftsbasierten Politikberatung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sichert die Grundfinanzierung der deutschen UNU-Institute und unterstützt deren Weiterentwicklung. Das BMBF wird dabei vom Internationalen Büro unterstützt.

© DLR / Sabine Breiderhoff
United Nations Campus Bonn © DLR / Sabine Breiderhoff

Inhalte


Struktur

Die UNU unterhält 14 wissenschaftliche Institute in 12 Ländern, mit zusätzlichen Einrichtungen wie einem Rektorat, einem Vizerektorat oder Verbindungsbüros bei den VN und der UNESCO. Die UNU wird von einem Rektor, Dr. David Malone, in Tokio geführt. Weiterhin gibt es einen 12-köpfigen UNU-Council, der das Arbeitsprogramm und das Budget der UNU verabschiedet. Die UNU arbeitet vor Ort mit Hochschul- und Forschungseinrichtungen zusammen z. B. in gemeinsamen Promotionsprogrammen, Seminarreihen und Masterstudiengängen.

Alle drei deutschen UNU-Institute werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, teilweise in Ko-Förderung mit den jeweiligen Bundesländern. Das Internationale Büro verfolgt die Aktivitäten der deutschen Institute und unterstützt das BMBF in der Verwaltung der Partnerschaft, zum Beispiel bezüglich Berichtsprüfungen, inhaltlichen Anknüpfungspunkten an die Interessen der Bundesregierung oder der Ausarbeitung der Partnerschaftsvereinbarungen. Zudem entwickelt das IB Ideen zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.

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Vizerektorat in Europa (ViE)

Das Vizerektorat (ViE) der UNU mit Sitz in Bonn wurde 2007 gegründet und koordiniert UNU-Einrichtungen in Europa und Afrika. Aufgabe ist die strategische Ausrichtung in der Region, der Aufbau neuer UNU-Einrichtungen, die Entwicklung und Akkreditierung gemeinsamer Studienprogramme und Abschlüsse mit lokalen Universitäten und Netzwerkbildung. Als einziges Vizerektorat der UNU außerhalb Tokios hat das ViE einen hohen Stellenwert.

Seit August 2020 ist Dr. Xiaomeng Shen Vizerektorin der UNU und Direktorin des UNU-EHS. Ihr Amtsvorgänger Prof. Dirk Messner ist seit 1. Januar 2020 Präsident des Bundesumweltamtes. Das UNU-ViE wird vom BMBF seit seiner Gründung 2007 mit jährlich 1 Million Euro gefördert.

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Institut für Umwelt und Menschliche Sicherheit (EHS)

UNU-EHS (Institute for Environment and Human Security) mit Sitz in Bonn befasst sich mit der Erforschung von Risiken und Anpassung im Zusammenhang mit Umweltgefahren und globalem Wandel und fördert Strategien und Programme zur Minderung dieser Risiken. Das Institut unterhält gemeinsam mit der Universität Bonn den Masterstudiengang “The Geography of Environmental Risks and Human Security”. Zudem bietet UNU-EHS verschiedene Projekte für Doktoranden und weitere Seminare an. UNU-EHS ist Teil der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung. Diese hat 2019 einen Innovations-Campus Bonn (ICB) eröffnet, um transdisziplinär die Transformation zur Nachhaltigkeit zu erforschen. Die Federführung hat die Universität Bonn.

Seit August 2020 ist Dr. Xiaomeng Shen Vizerektorin der UNU und Direktorin des UNU-EHS. Ihr Amtsvorgänger Prof. Dirk Messner ist seit 1. Januar 2020 Präsident des Bundesumweltamtes. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) seit 2003 das UNU-Institut. Die aktuelle Finanzierungsvereinbarung gilt bis Ende 2023 und beträgt 1.2 Millionen Euro jährlich.

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Institut für Integriertes Management von Materialflüssen und Ressourcen (FLORES)

UNU-FLORES (Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources) wurde im Dezember 2012 in Dresden gegründet. Forschungsgegenstand ist die nachhaltige Ressourcennutzung von Wasser, Boden und Abfall. Aktueller Rahmen der Forschungsaktivitäten ist die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Das Institut organisiert regelmäßig Konferenzen (Dresden Nexus Conferences); 2020 zum Thema “Circular Economy in a Sustainable Society”.

Prof. Dr. Edeltraud Günther leitet das Institut seit September 2018, nachdem der Gründungsdirektor Prof. Dr. Reza Ardakanian 2017 iranischer Energieminister wurde. UNU-FLORES bezieht eine Grundfinanzierung vom BMBF, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) und der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). Die jährliche Förderung beträgt circa 2.1 Millionen Euro. Die aktuelle Finanzierungsvereinbarung gilt bis Ende 2020.

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Innovations-Campus Bonn (ICB)

Initiator des Innovations-Campus Bonn (ICB) ist die Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung aus der Universität Bonn, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dem Deutschen Institut für Entwicklungsforschung, dem Bonn International Center for Conversion und dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (EHS) der United Nations University (UNU). Diese wurde anlässlich der Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn gegründet.

Wissenschaftlicher Direktor ist seit Dezember 2018 Prof. Jakob Rhyner. Das Land NRW finanziert die ICB-Geschäftsstelle sowie Veranstaltungen. BMBF fördert das Projekt „Digitainable“, um positive und negative Einflüsse von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz auf Fragen nachhaltiger Entwicklung und Indikatoren der Agenda 20230 der Vereinten Nationen zu untersuchen und die Agenda perspektivisch weiterzuentwickeln.

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