Überregionale Aktivitäten in Subsahara-Afrika

Deutschland hat eine lange Tradition in der wissenschaftlichen Bildungs- und Forschungszusammenarbeit mit Ländern in Subsahara-Afrika. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat bereits in den 1990er Jahren hierfür den Grundstein gelegt.

Landschaft in Afrika

© David Strydom / Hemera / Thinkstock

Fördermöglichkeiten

Aktuelle Fördermöglichkeiten zur überregionalen Zusammenarbeit mit Subsahara Afrika finden Sie unter laufende Bekanntmachungen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Fragen zu Unterstützungsleistungen des Internationalen Büros haben.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Partnern aus Subsahara-Afrika

Partnerschaften für nachhaltige Lösungen mit Subsahara-Afrika

Mit den „Partnerschaft für nachhaltige Lösungen mit Subsahara-Afrika“ hat das BMBF – unterstützt durch den DLR Projektträger – eine eigene Marke geschaffen, in deren Rahmen seit 2010 mittels Mobilitäts-, Sondierungs- und Pilotmaßnahmen Kooperationen initiiert sowie Forschungsvorhaben durchgeführt werden. Das Themenspektrum der Vorhaben umfasst u.a. die Themenfelder Bioökonomie, Gesundheit, Ressourcen- und Materialnutzung. Drei Förderbekanntmachungen wurden bisher veröffentlicht (2010, 2012, 2016).

Förderung von Maßnahmen für Forschung und integrierte, postgraduale Aus- und Fortbildung

Mit der dritten und jüngsten Bekanntmachung der „Partnerschaft für nachhaltige Lösungen mit Subsahara-Afrika“ wurde Ende 2016 ein neues innovatives Konzept realisiert: Forschung und Maßnahmen zur postgradualen Aus- und Fortbildung (Master und PhD) werden innerhalb der Projekte miteinander verzahnt. Das aus der Forschung generierte Wissen kann damit direkt in die Aus- und Fortbildung Postgraduierter fließen und dadurch die nächste Generation von Wissenschaftler/innen vorbereiten. Die Themenschwerpunkte der Bekanntmachung waren Bioökonomie, nachhaltige Stadtentwicklung und Ressourcenmanagement (Rohstoffe).

In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) setzt der DLR Projektträger diese BMBF-Fördermaßnahme um; der Fokus liegt auf der Forschungskomponente der Maßnahme. Es werden 13 Projekte über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren gefördert. Einige Projekte belegen mit ihren Forschungsansätzen die Schnittstelle von Bioökonomie und Stadtentwicklung. Die Interdisziplinarität in den Projekten sowie deren Synergiepotenzial erlauben die darüber hinausgehende Vernetzung einiger dieser Vorhaben, um zusätzlichen Nutzen aus den übergreifenden Kooperationen zu ziehen. Die Vernetzung wird in einem separaten Ansatz gefördert.

An den Projekten sind Partner aus 14 afrikanischen Ländern beteiligt (Äthiopien, Algerien, Botswana, Côte d’Ivoire, Ghana, Malawi, Marokko, Mosambik, Namibia, Niger, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda).

PAUWES: BMBF-Projekt zur Wasser- und Energiesicherheit mit der Panafrikanischen Universität (PAU)

Die Entwicklung der Panafrikanischen Universität (PAU) schreitet voran. Das BMBF unterstützt das algerische PAU-Institut für Wasser, Energie und Klimawandel (PAUWES) mit dem dreijährigen Projekt „Water and Energy Security for Africa (WESA)“. Das Projekt wird vom United Nations University Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) koordiniert und sein Konsortium setzt sich aus PAUWES, der Abou Bekr Belkaid Universität in Tlemcen, dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn sowie dem Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) an der Technischen Hochschule Köln zusammen.

Das BMBF unterstützt PAUWES in enger Zusammenarbeit mit dem BMZ. BMZ und BMBF teilen ihre Aktivitäten dabei in komplementärer Weise untereinander auf. Während das BMZ und die Implementierungsorganisationen GIZ und DAAD hauptsächlich die Entwicklung der Masterstudiengänge und der generellen Verwaltungsstrukturen unterstützen, begleitet der DLR Projektträger im Auftrag des BMBF PAUWES eng bei der Entwicklung seiner Forschungsagenda für den Standort Algerien. Die Agenda wurde im Oktober 2017 der Afrikanischen Union präsentiert und von deren Seite positiv angenommen. PAUWES ist stark an Vernetzung interessiert.

Mehr zu PAUWES

Forschungsnetzwerke für Gesundheitsinnovationen

Ziel der Fördermaßnahme ist die nachhaltige Stärkung der Zusammenarbeit Deutschlands mit Ländern Subsahara-Afrikas in der Gesundheitsforschung. Damit wird der wichtigen Rolle von Forschung bei der Verbesserung der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern Rechnung getragen.

Gefördert werden deutsch-afrikanische Forschungsnetzwerke, die auf vorhandenen Strukturen aufbauen und in ihren Themen insbesondere regionale Bedarfe berücksichtigen. Die Netzwerke bestehen aus ein bis zwei deutschen sowie zwei bis acht afrikanischen Partnern und werden von afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern koordiniert. Kooperationen zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung, bzw. zwischen Forschung und Versorgung werden begrüßt. Neben exzellenter Forschung sind Auf- und Ausbau von Forschungskapazitäten sowie Stärkung der innerafrikanischen Vernetzung wesentliche Aufgaben der Netzwerke.

Im Rahmen der Maßnahme werden bis 2021 fünf Projekte mit jeweils bis zu 10 Mio. € durch das BMBF gefördert und durch die afrikanischen Partnerländer adäquat ko-finanziert. Im Fokus der Forschung stehen häufig auftretende Infektionskrankheiten (z.B. Tuberkulose) sowie Erkrankungen durch Parasiten (z.B. Wurmerkrankungen), sie tragen aber auch zum Ausbau von Laboratorien und zur verbesserten Diagnostik sowie einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung bei. Es sind Partner aus insgesamt 14 Ländern Subsahara-Afrikas beteiligt (Äthiopien, Burkina-Faso, Elfenbeinküste, Dem. Rep. Kongo, The Gambia, Ghana, Kamerun, Malawi, Mozambique, Rwanda, Südafrika, Tansania, Uganda, Sambia).

Weitere Links:

Forschungslehrstühle an den „African Institutes for Mathematical Sciences (AIMS)“

Das „African Institute for Mathematical Sciences (AIMS)“ wurde 2003 in Kapstadt/Südafrika gegründet, um der kritischen Unterversorgung an mathematisch ausgebildeten Experten in Afrika entgegenzuwirken. Nach dem Vorbild von AIMS-Südafrika wurden bereits fünf weitere Zentren in Senegal, Ghana, Kamerun, Tansania und Ruanda aufgebaut, weitere sollen folgen. Kern der Initiative ist die Förderung junger, auserlesener afrikanischer Nachwuchswissenschaftler durch Masterprogramme.

Das BMBF richtet, unterstützt durch die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), nach internationalen Standards Forschungslehrstühle an AIMS-Standorten ein. Seit 2012 wird im Senegal der erste Forschungslehrstuhl gefördert. Die erfolgreiche Entwicklung war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich aus dieser Pilotmaßnahme die BMBF-Fördermaßnahme „German Research Chairs“ mit Ausweitung auf Ghana, Südafrika, Kamerun und Tansania entwickeln konnte (2014-2021). Die Lehrstuhlinhaber am AIMS-Ghana, AIMS-Südafrika, AIMS-Kamerun und AIMS-Tansania haben im September 2016, Oktober 2016, April 2017 bzw. Januar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung eines sechsten Lehrstuhls am AIMS-Zentrum in Ruanda wird derzeit geprüft.

Zur unmittelbaren Unterstützung der Lehrstühle werden über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Maßnahmen zur Förderung der Kooperation mit deutschen Hochschulen durchgeführt, um eine nachhaltige Bindung an Deutschland zu erreichen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit sollen die Sitzländer die Finanzierung der Lehrstühle langfristig sichern. Das senegalesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie hat die finanzielle Unterstützung des Lehrstuhls am AIMS-Senegal bereits zugesagt.

Links:

Akademienprojekte

Die Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften unterhält seit 2011 eine intensive Kooperation mit dem „Network of African Science Academies“ (NASAC) und dem „Inter Academy Panel“ (IAP), einem Netzwerk der Wissenschaftsakademien der Weltregionen. Die südafrikanische Wissenschaftsakademie ASSAf ist für die Leopoldina der zentrale Partner auf dem afrikanischen Kontinent; beide Akademien haben 2013 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Das BMBF hat zunächst die Kooperationen der Leopoldina mit NASAC unterstützt (2012-2015). Hierbei stand die Stärkung der Strukturen der afrikanischen Akademien im Vordergrund, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, wissenschaftsbasierte Politikberatung zu realisieren und sie dabei zu unterstützen, Dialoge zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aufzubauen. Für die Politikberatung wurden Publikationen zu Klima, Umwelt, Gesundheit und Biotechnologie erstellt.

In Kooperation mit IAP führt die Leopoldina ein Projekt über „Food and Nutrition Security and Agriculture" durch (2015-2018). An diesem Projekt beteiligen sich zudem die Akademiennetzwerke EASAC (European Academies Science Advisory Council), NASAC (The Network of African Science Academies), AASSA (Association of Academies and Societies of Sciences in Asia) und IANAS (lnter-American Network of Academies of Sciences) sowie weitere – insgesamt 130 – nationale Wissenschaftsakademien. Ziel ist es, zehn zentrale wissenschaftliche Fragestellungen zum o.g. Themenschwerpunkt zu bearbeiten und Empfehlungen zu erstellen. Anschließend werden die Übereinstimmungen und Unterschiede in der Beantwortung der zehn zentralen Fragen darstellt. Eine derartige Analyse ist bislang aus Sicht der Wissenschaft noch nicht erfolgt.

Der DLR-PT als Partner in multilateralen Kooperationsprozessen (EU-Projekte)

Die weitreichenden Erfahrungen des DLR-PT aus der bi- und multilateralen Zusammenarbeit fließen auch in von der Europäischen Union (EU) geförderte Projekte ein, in denen der DLR-PT die Rolle als Kooperationspartner oder Projektkoordinator einnimmt. Diese Arbeit ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der DLR-PT eine zentrale Rolle als verlässlicher Partner in internationalen Netzwerken einnimmt und weiterentwickelt.

RINEA

Im Projekt RINEA (Research and Innovation Network for Europe and Africa) ist der DLR Projektträger als Koordinator eines afrikanisch-europäischen Konsortiums aus Ministerien und Förderorganisationen aktiv. Insgesamt sind 13 Länder beteiligt: Äthiopien, Algerien, Burkina Faso, Burundi, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Namibia, Nigeria, Portugal und Südafrika. Ebenso ist als übergeordnete Organisation das „African Observatory for Science, Technology and Innovation“ (AOSTI) der Afrikanischen Unions-Kommission beteiligt. RINEA unterstützt das Büro des hochrangigen Politik-Dialoges (HLPD) z.B. bei der Erarbeitung von Analysen und Stellungnahmen. Zudem können gemeinsame Initiativen zwischen europäischen und afrikanischen Förderorganisationen in der Planung und Vorbereitung durch RINEA unterstützt werden. Darüber hinaus betreibt RINEA ein Internetportal, das spezifisch auf die Kooperationen beider Kontinente in Wissenschaft, Technologie und Innovation fokussiert und auch die politischen Hintergrunddokumente zur gemeinsamen EU-Afrika-Strategie (JAES) sowie den aktuellen Stand der Entwicklungen widerspiegelt. Seit der Verabschiedung der von beiden Kommissionen (Europäische Kommission und Afrikanische Union Kommission) entwickelten und durch die Mitglieder des HLPD angenommenen „Roadmap zu Nahrungsmittelsicherheit und Nachhaltiger Landwirtschaft“ (engl. FNSSA) im April 2016 unterstützt RINEA als Sekretariat eine Arbeitsgruppe beider Kommissionen, die die Implementierung der zuvor genannten Roadmap begleitet. In diesem Umfeld entwickelt RINEA ein Monitoring&Evaluierungs-System, das die Entwicklung der Partnerschaft zwischen Afrika und Europa im Rahmen der Roadmap-Implementierung qualitativ und quantitativ messbar werden lassen soll.

RINEA hat zudem den zukünftigen thematischen Schwerpunkt „Klimawandel und Nachhaltige Energie“ (CCSE) der Zusammenarbeit beider Kontinente in Forschung Technologie und Innovation vorbereitet. Dieser Themenkomplex, der für beide Kontinente eine große Relevanz hat, soll im Zentrum der Forschungsmaßnahmen und Politikentwicklungen in den kommenden Jahren stehen.

Im Oktober 2017 veranstaltete RINEA eine erfolgreiche Stakeholder-Konferenz in Brüssel - back2back mit dem HLPD zwischen Europa und Afrika. Der Stand der Implementierung der ersten Roadmap zu FNSSA sowie Maßnahmen zur Umsetzung der neuen, gerade an diesem Oktober verabschiedeten Roadmap zu CCSE wurde von der internationalen Teilnehmern aus Wissenschaft und Politik diskutiert.

LEAP-Agri (ERA-Net Cofund)

Das durch die EU ko-finanzierte Projekt LEAP-Agri wurde im Rahmen der Initiativen des HLPD und der in 2016 verabschiedeten Roadmap im Bereich Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft lanciert (Long term EU-Africa research and innovation partnership on food and nutrition security and sustainable agriculture). Die Gruppe der Förderinstitutionen aus Afrika und Europa, größtenteils hervorgegangen aus der ERAfrica Initiative, stellen im Rahmen einer Bekanntmachung in LEAP-Agri mit nationalen Förderbudgets Mittel für afrikanisch-europäische Forschungsvorhaben zur Verfügung. Die Europäische Kommission (EC) trägt mit zusätzlichen 50% der Gesamtsumme der Länderbeiträge bei, der ebenfalls in die Projektförderung einfließt. Neben dieser Bekanntmachung ist das zweite Ziel des Projektes ein afrikanisch-europäisches Portal im Bereich Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft aufzubauen, welches besonders die Verknüpfung der Aspekte Wissensmanagement, Stakeholderdialoge und-aktivitäten adressiert. Hierzu wird auf bestehende Netzwerke und Akteure zugegangen um existierende Initiativen zu stärken und nur im Bedarfsfall mit neuen ergänzenden Aktivitäten zur afrikanisch-europäischen Kooperation in Wissenschaft, Technologie und Innovation (STI) beizutragen.

An LEAP-Agri beteiligte Länder sind Algerien, Belgien, Burkina Faso, Deutschland, Frankreich, Finnland, Kamerun, Ägypten, Ghana, Kenia, Niederlande, Norwegen, Portugal, Senegal, Spanien Südafrika und Uganda. Darüber hinaus beteiligt sind die Türkei und das „Centro Internazionale di Alti Studi Agronomici mediterranei – Istituto Agronomico Mediterraneo di Bari“ (CIHEAM-IAMB als internationale Organisation mit Sitz in Italien).

Aus Deutschland sind, in Vertretung für das BMBF, der DLR Projektträger (DLR PT), sowie, in Vertreter des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingebunden. DLR PT ist einer der drei Partner im sog. Call-Secretariat, das das gesamte Verfahren der Veröffentlichung einer multilateralen, internationalen Förderbekanntmachung bis zur Auswahl der besten zu fördernden Projekte entwickelt hat und deren Umsetzung implementiert. Damit hält der DLR PT eine Schlüsselfunktion in diesem Vorhaben.

Darüber hinaus trägt der DLR PT aktiv zur Entwicklung des Afrika-Europa Portales in STI im Bereich Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft bei und verknüpft dabei Ergebnisse aus den Projekten CAAST-Net Plus, RINEA, ERAfrica und anderen multilateralen Programmen und Projekten und schöpft aus den dort gemachten Erfahrungen.

CAAST-Net PLUS

Kooperationen in Wissenschaft, Technologie und Innovation (STI) zwischen Akteuren aus Subsahara-Afrika und Europa erfordern kontinuierliche politisch-thematische Dialoge, Koordination und die Förderung eines entsprechenden Netzwerkes. Hier setzt CAAST-Net Plus (Advancing Sub-Saharan Africa-EU cooperation in research and innovation for global challenges) an. CAAST-Net Plus ist ein Projekt im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU (INCO-Net). Insgesamt 25 Partner aus 23 Ländern in Afrika und Europa sind an dem Projekt beteiligt: Ägypten, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Ghana, Griechenland, Kap Verde, Kenia, Madagaskar, Malawi, Nigeria, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Ruanda, Schweiz, Senegal, Spanien, Südafrika, Uganda, Vereinigtes Königreich.

Mit gezielten Maßnahmen fördert das Projekt die Steigerung und Verbesserung bi-regionaler Zusammenarbeit in STI, um die Verwertung von Forschung und die Förderung von Innovationen rund um Themen gemeinsamen Interesses, insbesondere in Bezug auf die globalen Herausforderungen des Klimawandels, der Ernährungssicherheit und der Gesundheit, zu erreichen. Hierzu zählen unter anderem die Veranstaltung von Workshops und politisch-thematische Dialoge in Stakeholder Foren, Experten/innen-Konsultationen, Bewertungen und Handlungsempfehlung an den AU-EU HLPD.

Die spezifischen Ziele von CAAST-Net Plus sind die Förderung von multidisziplinären, multisektoralen und bi-regionale STI-Partnerschaften zu Schlüsselthemen von beiderseitigem Interesse sowie die Identifikation und Generierung neuartiger Programmoptionen und Finanzierungsmechanismen für bi-regional Partnerschaften und die Ermittlung von Kooperationshindernissen für die Entwicklung von Lösungsansätzen. Darüber wird ist die Förderung der Kooperationen zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor zur Ergebnisverwertung für Innovation adressiert sowie die Stärkung von Kooperationen durch Bewusstseinsbildung für das Potential multi- und bilateraler Programme, durch die Definition von Konditionen und Themen für die Kooperation und durch Schaffung von Netzwerken innerhalb der Forschungs- und Innovationsgemeinschaften.

CAAST-Net Plus endete im Dezember 2017.

ERA-Net ERAfrica

ERAfrica wurde im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU gefördert (ERA-Net) und war die erste multilaterale europäisch-afrikanisch finanzierte Förderinitiative, in deren Rahmen der DLR-PT eine zentrale Funktion einnahm. Der DLR-PT war maßgeblich an der Vorbereitung der grundlegenden Dokumente zur gemeinsamen Umsetzung dieser bisher einzigartigen Initiative beteiligt, in der 20 europäische und afrikanische Programmträger aus 15 verschiedenen Ländern (Ägypten, Belgien, Burkina Faso, Deutschland, Elfenbeinküste, Finnland, Frankreich, Kenia, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweiz, Südafrika, Türkei) eine gemeinsame Fördermaßnahme durchführten.

Der DLR-PT stellte das ERAfrica-Sekretariat, das den Peer-Review-Prozess der eingereichten Anträge koordinierte und umsetzte und damit als Anlaufstelle und Vermittler aller Geldgeber sowie Antragstellenden fungierte. Insgesamt wurden 17 Projekte zur Förderung gebracht. Der DLR-PT begleitet diese Vorhaben nun im Rahmen seiner Monitoring-Verantwortung nicht nur im Auftrag für den nationalen Geldgeber BMBF sondern darüber hinaus auch für die weiteren internationalen Partner.

Die Evaluierung der Rolle des DLR-PT im Rahmen des ERAfrica-Sekretariats wurde im Rahmen einer unabhängigen Evaluierung als von JOYN-COOP „sehr gut“ eingestuft.

ERAfrica lief im April 2013 aus - die letzten der geförderten deutschen Vorhaben endeten im Dezember 2017.