
Die bilaterale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung mit Ländern in dieser Region konzentriert sich vor allem auf Israel, Ägypten, die Türkei und Südafrika. Zudem gibt es WTZ-Abkommen mit Tunesien und Marokko; aus Gründen einer länderspezifischen Schwerpunktsetzung werden derzeit jedoch nur wenige bilaterale Forschungsmaßnahmen mit diesen beiden Ländern durch BMBF gefördert. Für die Kooperation im Mittelmeerraum gewinnen die "EU-Mittelmeerpartnerschaft" und der so genannte Barcelona-Prozess zunehmend an Bedeutung.
Jordanien ist für das BMBF ein weiteres wichtiges arabisches Partnerland.
Im Bereich Forschung konzentriert sich die Zusammenarbeit derzeit insbesondere auf das unter Schirmherrschaft der UNESCO stehende multilaterale Kooperationsprojekt SESAME (Synchrotron Light for Experimental Science and Applications in the Middle East)¹. Hier unterstützt das IB die Mobilität deutscher Wissenschaftler bei der aktiven Teilnahme an SESAME - Usermeetings.
Die Zusammenarbeit im Bildungsbereich spielt im G8-BMENA-Prozess² eine bedeutende Rolle.
Im Jahr 2007 übernahm Deutschland die Organisation der dritten G8-BMENA Bildungsministerkonferenz auf dem Petersberg in Bonn (21./22. November) (http://www.g8-bmena-education.de/). Die für die Konferenz eingerichtete Webseite³ wird weiterhin vom IB gepflegt, Follow-up Aktivitäten in der Region werden verlinkt. Als weiterer Höhepunkt ist für November 2009 in Berlin ein Workshop zum Thema "Higher Education" mit Teilnehmern der Region geplant, den das IB federführend und in enger Abstimmung mit BMBF inhaltlich und organisatorisch vorbereitet.
Südafrika ist eines der Schwerpunktländer des BMBF für die WTZ (seit 1996) weltweit und bedeutendster Kooperationspartner in Subsahara-Afrika. Im Rahmen der WTZ , die vom IB betreut wird, stehen neben Themen zur Umweltforschung und Nachhaltigkeit (wie Wasser, Energie, Biodiversität) auch technologische Entwicklungen im Vordergrund. Dabei wird die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Kapazitätsaufbaus in/an südafrikanischen Universitäten besonders unterstützt.
Aus dieser Zusammenarbeit haben sich zahlreiche Fachtitelprojekte entwickelt, vor allem im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Hier sind auch sieben Länder aus Subsahara Afrika in die beiden großen Verbundprojekte BIOTA und GLOWA eingebunden.
Auch im Jahr 2008 hat das IB zusammen mit DAAD- nun schon zum dritten Mal - den Messeauftritt des BMBF auf der "International Science, Innovation and Technology Exhibition" (INSITE) in Südafrika organisiert, um die Vielfalt deutsch-südafrikanischer Forschungsprojekte zu demonstrieren. Bei der Vorbereitung der gegenseitigen Minister-Besuche (2007 Mangena in Deutschland, 2008 Schavan in Südafrika und Namibia hat IB das BMBF massgeblich unterstützt.
Für die politische Ebene war vor allem die Verabschiedung einer gemeinsamen "EU-Afrika Strategie" (Lissabon Dezember 2007),in der Wissenschaft und Forschung prominent platziert sind (sog. 8. Partnerschaft: Forschung, IKT, Weltraum) von Bedeutung. Dies eröffnet sowohl der EU als auch den Mitgliedstaaten neue Möglichkeiten der Kooperation: das Geber-Nehmer-Verhältnis soll sich in Richtung einer gleichberechtigten Kooperationsbasis verschieben. Das BMBF ist als aktiver Partner im "Implementation Team" zur Umsetzung der 8 Partnerschaft beteiligt, hat u.a. die Federführung bei der Initiierung eines gemeinsamen europäisch-afrikanischen forschungspolitischen Dialoges übernommen. Das IB unterstützt das BMBF bei der Planung und Umsetzung seiner Aktivitäten in diesem Forum.
Im europäischen Kontext ist das IB Partner im EU-geförderten Projekt CAAST-Net (http://www.caast-net.org/)
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¹ Mit SESAME soll ein bedeutendes multidisziplinäres Kompetenzzentrum zur Stärkung der physikalischen Grundlagenforschung sowie zu Ausbau u. Verbreitung angewandter Forschung auf hohem Niveau mit weitreichenden Forschungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Wissenschaftler/innen und Spitzenforscher/innen in der gesamten Region geschaffen werden.
² Die Broader Middle East and North Africa Initiative (BMENA) ist eine auf Initiative der Vereinigten Staaten 2004 ins Leben gerufene partnerschaftliche Kooperation zwischen den G-8 Staaten und 22 Ländern des Nahen und Mittleren Ostens (arabische Staaten, Afghanistan, Pakistan, Iran, Türkei). Im Rahmen gemeinschaftlicher Projekte soll so die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung dieses Großraums vorangetrieben werden.
³ http://www.g8-bmena-education.de/
[PDF - 2,36 MB]

Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie, Bildung und Forschung (URL: http://www.internationales-buero.de/_media/Deutschland_-_Israel_D_final_BF.pdf)
[PDF - 1,45 MB]

(URL: http://www.internationales-buero.de/_media/GEY_web_1106.pdf)
(URL: )
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(URL: http://www.bielefeld.ihk.de/produkte/international/Golfstaaten/aktuell)