
Auf Empfehlung und mit Unterstützung einer Arbeitsgruppe der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD, Megascience Forum Working Group on Biological Informatics) entstand in den Jahren 1996-2000 die Idee eines weltweit vernetzten Informationssystems über globale biologische Vielfalt. Nach Billigung auf Ministerebene trat das internationale Übereinkommen (MoU) im März 2001 in Kraft. Seit dem 1.2.2001 ist Deutschland Mitglied bei der Global Biodiversity Information Facility (GBIF). Bis November 2006 wuchs die Zahl der Mitglieder auf 82 an, darunter 26 Länder mit Stimmrecht und 56 assoziierte Organisationen.
Auf bisher 13 Plenarsitzungen des GBIF-Leitungsgremiums (Governing Board) wurden detaillierte Arbeitspläne für vier Programme entwickelt:
Die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) befindet sich in der 2. Phase ihres Aufbaus und wird ein Netzwerk von Biodiversitäts-Datenbanken und anderen informationstechnologischen Tools sein, das die Nutzer in die Lage versetzen wird, die weltweit vorhandenen riesigen Datenmengen zu Biodiversität gewinnbringend zu nutzen. Das GBIF-Sekretariat ist in Kopenhagen angesiedelt, die Vertretung der Bundesregierung im GBIF Governing Board wird im IB wahrgenommen.
Im Jahr 2004 wurde die Organisation von einer internationalen unabhängigen Expertengruppe evaluiert, die GBIF eine insgesamt erfolgreiche erste Phase seiner Entwicklung bescheinigte. Bis Ende 2005 konnten aus etwa 800 Sammlungen ca, 100 Millionen Datensätze in digitaler Form über das GBIF-Portal abgerufen werden. Für die zweite Phase ab Oktober 2006 wurde ein neues MoU formuliert. BMBF unterstützt den Aufbau der GBIF-Infrastruktur in Deutschland z. B. in Form von sieben Informationsknoten, die sich an größeren Organismengruppen orientieren.
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Homepage (URL: http://www.gbif.org/)