29.01.2009 - 31.12.2009
In Deutschland und Russland existieren seit Jahren gemeinsame Forschungsstrukturen, aber trotz intensiver Beziehungen sind Kooperationen zwischen deutschen und russischen Wissenschaftsorganisationen bislang in nur sehr spärlicher Zahl. Die Schaffung und Etablierung nachhaltiger und dauerhafter Strukturen ist für die Vertiefung der langjährigen deutsch-russischen Kooperation im Wissenschaftssektor sehr förderlich und für alle beteiligten Institutionen wichtig. Ziel der Fördermaßnahmen des BMBF ist die Unterstützung von Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen zur Errichtung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit russischen Partnern.
Deutschland und Russland schauen auf eine über zwanzig Jahre dauernde fruchtbare Zusammenarbeit in Forschung und Technologie zurück. Seit fast drei Jahren steht die Zusammenarbeit unter dem Dach der "Deutsch-Russischen Strategischen Partnerschaft auf dem Gebiet der Bildung, Forschung und Innovation" (www.deutsch-russische-partnerschaft.de).
Gemeinsame Forschungsstrukturen existieren aber trotz intensiver Beziehungen und Kooperationen zwischen deutschen und russischen Wissenschaftsorganisationen bislang in nur sehr spärlicher Zahl. Die Schaffung und Etablierung nachhaltiger und dauerhafter Strukturen in diesem Bereich ist für die Vertiefung der langjährigen deutsch-russischen Kooperation im Wissenschaftssektor sehr förderlich und für alle beteiligten Institutionen wichtig. Ziel der Fördermaßnahmen des BMBF ist die Unterstützung von Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen zur Errichtung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit russischen Partnern.
Gemeinsame Forschungsstrukturen sollen in den jeweiligen Fachgebieten besonders ausgewiesene Forschungs- und Bildungseinrichtungen im beiderseitigen Interesse personell, organisatorisch und finanziell miteinander verflechten. Diese vernetzten Strukturen müssen nachhaltig sein und auf längerfristige Dauer angelegt werden.
Schwerpunkte der Förderung sind:
Förderfähig sind Ausgaben für Anbahnungsreisen, für den projektbezogenen wissenschaftlichen Expertenaustausch und für Expertentreffen sowie thematische Projektplanungsworkshops. In begründeten Einzelfällen können auch Ausgaben für weitere Sachkosten (z.B. Veranstaltungskosten, besondere Kleingeräte für Machbarkeitsstudien, die nicht der Grundausstattung der Labors zuzurechnen sind) erstattet sowie Zuschüsse zu Personalkosten gewährt werden.
Antragsberechtigt im Verbund mit Einrichtungen aus Russland sind deutsche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, forschungsaktive medizinische Kliniken sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland. Anträge mit Beteiligung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) werden bei gleicher Qualität bevorzugt.
Die Förderung erfolgt auf deutscher Seite durch nicht rückzahlbare Zuschüsse z.B. zu
sowie in besonders begründeten Fällen zu
Die Finanzierung des Aufbaus der gemeinsamen Forschungsstrukturen ist in zwei Phasen aufgeteilt: ,Für die 1. Phase (Pilot- und Aufbauphase, Dauer: 18 Monate) können Fördergelder bis zu 75.000 € zur Verfügung gestellt werden. Im Anschluss an diese Phase erfolgt eine Evaluation, welche die Tragfähigkeit der erarbeiteten Aufbau- und Finanzierungskonzepte bewertet. Ist das Ergebnis dieser Bewertung positiv, kann der Übergang in die 2. Phase (Konsolidierungsphase, Dauer: 18 Monate) erfolgen, für die Fördermittel von bis zu 150.000 € bewilligt werden können.
Antragsteller sollen sich - auch im eigenen Interesse - im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen. Sie sollen prüfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prüfungen soll im nationalen Förderantrag kurz dargestellt werden.
Anträge werden nach Nutzung der elektronischen Antragstellung unter http://www.ewa.internationales-buero.de/?project_cat=WTZ vom Internationalen Büro des BMBF entgegen genommen. Ein Leitfaden zur Antragstellung kann unter http://www.internationales-buero.de/_media/Leitfaden-Russland.pdf heruntergeladen werden. Die Anträge sollen die Ziele und die erforderlichen Maßnahmen zur Projektvorbereitung möglichst konkret und fachlich detailliert beschreiben. Die Projektbeschreibung kann in einem separaten Dokument dargelegt werden. Sie sollte folgende Strukturierung aufweisen:
A. Ziele und Rahmen der geplanten Kooperation
I. Beschreibung der Ziele, die durch die Errichtung der gemeinsamen Forschungsstruktur erreicht werden sollen
II. Beteiligte Einrichtungen
(incl. Angaben zu Art und Dauer der bisherigen Kooperationsaktivitäten) und Projektverantwortliche auf beiden Seiten
B. Beschreibung der gemeinsamen Forschungsarbeit
I. Bewertung der Forschungsarbeit der gemeinsamen Struktur
II. Planung der Forschungsarbeit in der 18-monatigen Pilot- und Aufbauphase
III. Ausblick: Planung der Forschungsarbeit in der 18-monatigen Konsolidierungs-phase (Aufbau analog zu B. II.)
C. Wahl der Organisationsstruktur und der Rechtsform
I. Beschreibung der geplanten Organisationsstruktur
II. Wahl der Rechtsform
D. Finanzierung
I. Finanzierung Pilot- und Aufbauphase
II. Ausblick: Finanzierung Konsolidierungsphase
Aus der Vorlage eines Antrags können keine Rechtsansprüche auf Unterstützung abgeleitet werden. Eingegangene Förderanträge werden auf formale Korrektheit geprüft sowie fachlich begutachtet. Das Internationale Büro des BMBF trifft eine Förderentscheidung.
Auswahlkriterien
Die Anträge werden anhand der folgenden Kriterien beurteilt:
Antragsfristen
Anträge werden laufend entgegengenommen und bearbeitet.
Ansprechpartner im Internationalen Büro des BMBF
Internationales Büro des BMBF
beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn
http://www.internationales-buero.de
Ansprechpartnerin für die Themen
Biotechnologie, Optische Technologien, Nanotechnologie (inkl. Materialforschung), Gesundheitsforschung, Produktionstechnologien, Physikalisch-chemische Technologien, Geistes- und Sozialwissenschaften:
Dr. Anja Köhler
Tel.: +49-228-3821 458
Fax: +49-228-3821 444
E-Mail: anja.koehler@dlr.de
Ansprechpartner für die Themen
Physikalische Grundlagenforschung (Photonik), Meeres- und Polarforschung, Informations und Kommunikationstechnologien (IuK), Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit, Geowissenschaften, Agrar- und Ernährungsforschung, Erneuerbare Energien, Bildung:
Stefan Lange
Tel.: +49-228-3821 469
Fax: +49-228-3821 444
E-Mail: stefan.lange@dlr.de
Für Beratungen zu den Förderprogrammen des BMBF geben auch die Projektträger Auskunft. Information, Adressen und Ansprechpartner:
Förderberatung des Bundes
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich (PtJ)
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
E-Mail: foerderinfo@bmbf.bund.de
Internet: http://www.foerderinfo.bmbf.de
Gebührenfreie Hotlines:
Forschungsförderung: 0800-2623 008
KMU-Förderung: 0800-2623 009
Über die EU-Förderprogramme informieren und beraten die Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung. Das deutsche Portal zum 7. FRP unter http://www.forschungsrahmenprogramm.de bietet Erstinformationen, Adressen und Ansprechpartner der Nationalen Kontaktstellen. Vor Antragstellung beim Internationalen Büro empfiehlt sich in jedem Fall eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Nationalen Kontaktstelle.