Die weiteren GUS-Staaten mit denen eine vielfältige Zusammenarbeitet stattfindet sind Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisien, Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Weißrussland. Dazu gehört auch Georgien, das 2008 aus dem GUS-Verbund ausgetreten ist . Vor allem die Zusammenarbeit mit den zentralasiatischen Ländern wird in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.
| Fördermöglichkeiten für GUS-Staaten |
Rechtliche Grundlage der Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten und Georgien ist nach wie vor das WTZ-Abkommen, dass die Bundesrepublik Deutschland 1987 mit der damaligen Sowjetunion geschlossen hat. Durch gemeinsame Erklärungen mit Weißrussland 1996 und Usbekistan 1998 wurde der Wille zur Zusammenarbeit mit beiden Ländern auf der Grundlage dieses Abkommens bekräftigt. 2008 hat das BMBF mit der Akademie der Wissenschaften der Republik Moldau ein Memorandum unterzeichnet, in dem eine Vertiefung der Zusammenarbeit in Forschung und Bildung vereinbart wurde. Eine erste gemeinsame Bekanntmachung zur Förderung gemeinsamer Projekte zwischen deutschen und moldauischen Wissenschaftler/innen wurde ebenfalls im Frühjahr 2008 veröffentlicht.
Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:
Es werden insbesondere Anträge in folgenden thematischen Schwerpunkten unterstützt:
Umwelt und Nachhaltigkeit
Geotechnologien
Gesundheitsforschung und Biowissenschaften
Chemische Technologien
In Kasachstan unterstützt das BMBF im Rahmen des Programms "Studienangebote deutscher Hoch¬schulen im Ausland" gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt. die Deutsch-Kasachische Universität (DKU). Die DKU unterhält derzeit 14 Studiengänge vor allem im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Ingenieurswissenschaften. Während seines Staatsbesuches im September 2008, der unter dem Leitthema "Bildungsbrücken in das Herz Zentralasiens" stand hat auch Bundespräsident Köhler die DKU besucht Das BMBF fördert die DKU mit 3 Mio. € Zwischen 2008 und 2011 werden an der DKU 9 Bachelor- und Masterstudiengänge durchgeführt.
Zur Stärkung der Hochschulkooperation zwischen Deutschland und Kasachstan hat das BMBF im Oktober 2008 auch die Durchführung des 1. Deutsch-Kasachischen Hochschulforums in Almaty unterstützt. Das Hochschulforum wurde von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Verband der Hochschulen der Republik Kasachstan organisiert.
Derzeit fördert das BMBF die dritte Phase des Verbundprojektes (2007-2011) im Bereich der Entwicklungsforschung/Nachhaltigkeit zur ökonomischen und ökologischen Umstrukturierung der Land- und Wassernutzung in der Region Khorezm in Usbekistan. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn (ZEF) dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der UNESCO statt. Mit diesem Projekt sollen die Grundlagen für eine moderne und umweltschonende Landwirtschaft im Aralseegebiet geschaffen und damit der Trinkwasserknappheit der Bevölkerung in Folge der zunehmenden Versteppung dieses Gebietes entgegen gewirkt werden.
Im Oktober 2008 fand der erste deutsch-usbekische Workshop zur Pflanzenbiotechnologie statt. Ziel des Workshops war der Informationsaustausch über die jeweiligen Forschungsschwerpunkte und die Sondierung möglicher Themenschwerpunkte für zukünftige Kooperationen zwischen einzelnen Instituten. Die zentralasiatische Flora bietet ein großes Reservoir an Pflanzen mit einem großen, zum Teil noch unerforschten Potenzial zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe. Darüber hinaus ist Zentralasien die Ursprungsregion und das Diversitätszentrum zahlreicher, weltweit angebauter Kulturpflanzen und verfügt über ein großes Reservoir an pflanzengenetischen Ressourcen (alte Sorten von Nutzpflanzen, sowie verwandte Wildsorten), die zur Entwicklung neuer Varietäten genutzt werden können. Zentralasien verfügt über spezifische klimatische Bedingungen (Niederschläge, Trockenheit, Temperaturen, Bodenfeuchtigkeit), die ideal für die Erforschung neuer Pflanzenvaritäten sind.
Ein weiteres Beispiel der Zusammenarbeit mit regionaler Ausstrahlung ist das "Zentralasiatische Institut für Angewandte Geowissenschaften (ZAIAG)". Gründungsmitglieder und Träger sind das GeoForschungszentrumsPotsdam (GFZ) und die Kirgisischen Regierung. Die Eröffnung fand am 21.08.2006 in Bischkek/Kirgisistan statt.Weitere Beispiele für Kooperationsprojekte, die durch das BMBF unterstützt werden, sind:
Hervorzuheben ist darüber hinaus, dass sich das BMBF auch in der Koordinierung der multilateralen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene mit den zentral¬asiatischen Ländern engagiert. Durch sein Internationales Büro ist das BMBF am EU-Projekt "S&T International Co-operation Network for Eastern European and Central Asian Countries",IncoNet EECA beteiligt. Zentrales Ziel dieses INCO-NETs ist die Etablierung eines Politik-Dialogs in Forschung und Entwicklung zwischen den Ländern der EU mit seinen osteuropäischen Nachbarn und Zentralasien, sowie die bessere Einbindung der Wissenschaftler aus der Region in den europäischen Forschungsraum.
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3407.php?country=Armenien)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3506.php?country=Aserbaidschan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3621.php?country=Georgien)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3602.php?country=Kasachstan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3605.php?country=Kirgistan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3608.php?country=Moldau)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3612.php?country=Tadschikistan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3615.php?country=Turkmenistan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/1540.php?country=Usbekistan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/3618.php?country=Belarus)