Neuseeland

Die Resonanz gemeinsame Bekanntmachung mit dem BMELV im Herbst 2007 war überwältigend. Von insgesamt fast 40 Anträgen können 2008/2009 zwanzig Projekte gefördert werden.
Fördermöglichkeiten für Neuseeland

 

Politischer Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit

Mit Neuseeland besteht ein Abkommen zur Zusammenarbeit auf wissenschaftlich-technologischen Gebiet seit 1978.. Gemeinsam mit dem neuseeländischen Minister für Forschung, Wissenschaft und Technologie, Steve Maharey, unterzeichnete Bundesministerin Schavan Ende Februar 2007 eine Vereinbarung in Berlin. "Wir wollen durch gemeinsame Projekte die Kooperation in Wissenschaft und Forschung stärken", sagte Schavan. Minister Maharey betonte ebenfalls die Bedeutung des Abkommens: "Die wissenschaftliche Zusammenarbeit ist eines der wichtigsten Zukunftsfelder unserer Partnerschaft, die wir noch weiter ausbauen wollen."

Schwerpunkte der Kooperation

Die Kooperation zwischen Deutschland und Neuseeland existiert auf einer breiten Basis von unterschiedlichen Forschungsthemen. Besonders in den Bereichen

  • Atmosphärenforschung,
  • Forst- und Agrarforschung und
  • Meeres- und Polarforschung

sind Spitzenforscher beider Ländern gemeinsam erfolgreich. Gleichzeitig wird der Austausch von Studierenden und jungen Wissenschaftlern zwischen beiden Ländern durch Stipendienprogramme ausserordentlich erfolgreich unterstützt. Speziell für deutsche Studierende hat die neuseeländische Regierung die Studiengebühren auf das Niveau der nationalen Gebuehren gesenkt.

Höhepunkte der bilateralen Zusammenarbeit

Eine schon länger laufende sehr erfolgreiche Kooperation mit Neuseeland ist ein Projekt zur Erfassung von Variationen der Drehgeschwindigkeit der Erde mit Hilfe von Laserkreiseln, ein Gemeinschaftsprojekt der TU München mit der University of Canterbury, Christchurch, Neuseeland und der Oklahoma State University, Stillwater OK USA. Ebenfalls herausragend ist die Kooperation mit neuseeländischen Forschern im Bereich der Meeresforschung, was durch gemeinsame Forschungsrabeiten im Rahmen von Fahrten des FS "Sonne" in den Jahren 1998, 2003 und 2007 jeweils besonders hervorgehoben wird.

Angeregt von der Alexander von Humboldt-Stiftung wurde nach gegenseitigen hochrangigen Besuchen 2004 von Neuseeland der "Julius von Haast Fellowship Fund" eingerichtet, ein Stipendienprogramm für deutsche Wissenschaftler, dass komplementär zu den AvH-Stipendien ist. Die Vertiefung der Kooperation in der Nanotechnologie, der Informations- und Kommunikationstechnologie und der Biotechnologie/Gesundheitsforschung stehen derzeit im Mittelpunkt der Diskussion  auch in Zusammenhang mit europäischen Förderprogrammen. Die F&E-Kooperation Neuseelands mit Europa wird massgeblich durch eine Wissenschaftsreferentin bei der neuseeländischen Botschaft in Brüssel und die Neuseelänndische Botschaft in Berlin unterstützt.

Besondere Aktivitäten des Internationalen Büros

Das Internationale Büro (IB) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist seit 1996 für die Umsetzung der bilateralen WTZ mit Neuseeland zuständig. Im Auftrag des BMBF verfolgt das Internationale Büro das Ziel, die internationale Vernetzung deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Neuseeland auszubauen und leistet so einen Beitrag zur Umsetzung der internationalen Dimension in den Fachprogrammen des BMBF.

 Die Zusammenarbeit des IB's mit Neuseeland soll

  • den Aufbau von Verbindungen im Bereich eigener Forschungsprioritäten erleichtern, hier insbesondere Klimaforschung und Ozeanographie
  • den Austausch von Wissenschaftlern beider Länder unterstuetzen, hier insbesondere durch die Verbreitung von Informationen zu den Programmen des DAAD, der AvH und auch zum neuseelaenischen Julius von Haast-Programm.
  • Wissenschaftlern den Zugang zu einzigartigen Forschungseinrichtungen und Laboratorien ermöglichen
  • deutsche Technologie in Neuseeland demonstrieren, um darauf aufbauend wirtschaftliche Verbindungen herzustellen

Ende 2007 hat das IB des BMBF gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Royal Society of New Zealand eine bilaterale Bekanntmachung im Rahmen der Deutsch-Neuseeländischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie  zu folgenden  Schwerpunktthemen veröffentlicht:

  • Gesundheitsforschung
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Umweltwissenschaften mit besonderem Schwerpunkt auf dem Klimawandel
  • Meeres- und Polarforschung
  • Agrarforschung und -technik
  • Zusätzliche Gebiete von herausragender Bedeutung für beide Länder

Im Ergebnis fördern das IB und die Royal Society seit September 2008 13 neue Projekte gemeinsam.Gemeinsam mit den laufenden Projekten aus den Vorjahren werden zur Zeit 25 Projekte unterstützt. Insgesamt hat das IB des BMBF seit 1996 mehr als. 50 Projekte gefördert.

Die Förderung der Mobilitätsprojekte erfolgt in der Regel durch beide Länder. Es gilt das Prinzip, dass die entsendende Seite alle Kosten übernimmt. Beantragt werden können in Deutschland Flugkosten bis zum Ort des Projektpartners sowie Tagegeld für die Dauer des Aufenthaltes. Die Projekte werden in beiden Ländern bewertet. Es werden Projekte mit Priorität in die Förderung aufgenommen, die von beiden Ländern als förderwürdig angesehen werden. Auswahl der Projekte und Umfang der Förderung erfolgt unter Einbeziehung der von beiden Ländern für die Schwerpunktbereiche benannten Gutachter.

Dokumente

Ansprechpartner

  • Dr. Hans-Jörg Stähle

    • Fachlicher Ansprechpartner: Australien, Neuseeland, Japan, AUS-Access4EU
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-403
    • Faxnummer: +49 228 3821-444
    • E-Mail-Adresse: hans.staehle@dlr.de