CO-REACH - Coordination of Research between Europe and China

CO-REACH ist ein regionales ERA-NET, das von der Europäischen Kommission im 6. Forschungsrahmenprogramm seit Mai 2005 für die Dauer von fünf Jahren gefördert wird. Ziel des Projekts ist die Intensivierung und Koordinierung der Forschungszusammenarbeit zwischen den beteiligten EU-Mitgliedsstaaten und der Volksrepublik China. Im Rahmen von CO-REACH bereiten die 13 europäischen Partner, zu denen nationale Ministerien, Forschungsräte und wissenschaftliche Akademien aus acht europäischen Ländern gehören, gemeinsame multinationale Forschungsaktivitäten vor.


Partner (in alphabetischer Reihenfolge):

Ziele:

Das Ziel von CO-REACH ist die Entwicklung gemeinsamer Forschungsaktivitäten und die Implementierung eines oder mehrerer neuer europäischer Programme mit chinesischen Partnerorganisationen. Diese Ausschreibungen, die auf den Stärken der bilateralen Kooperationen aufbauen, werden durch die Nutzung von Synergieeffekten über die Möglichkeiten der einzelnen Länder hinausgehen.

Dieses Ziel soll erreicht werden durch:

  • Unterstützung des Europäischen Forschungsraums (ERA) durch Überwindung der bestehenden Zersplitterung bei der Förderung der Forschungszusammenarbeit mit China.
  • Stärkung der internationalen Dimension von ERA durch Unterstützung grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Hierfür wird eine umfassende Datenbank über Art, Umfang und Inhalt europäischer Initiativen als Informationsquelle für Forscher sowohl in Europa als auch in China aufgebaut.
  • Stärkung der europäischen Beziehungen im Bereich W&T zu China durch die Bündelung nationaler Ressourcen, um die erforderlichen Mittel zur Entwicklung neuer europäischer Forschungsprogramme in Zusammenarbeit mit China aufzubringen, sowie durch Festigung der bestehenden bilateralen Programme.
  • Förderung strategischer politischer Maßnahmen für die Zusammenarbeit zwischen Europa und China im Bereich der Forschung, Ermittlung des Forschungsbedarfs und Darstellung der Herausforderungen und Möglichkeiten sowohl in Europa als auch in China.

Die Arbeitspakete 1 und 2 umfassen den Aufbau des Netzwerks, die Sammlung von Informationen über laufende Programme und Projekte und die Analyse von Best-Practice-Modellen. Das 3. Arbeitspaket (Preparing for trans-national co-operation and co-ordination) befasst sich mit Möglichkeiten und Einschränkungen für die multilaterale Zusammenarbeit und erarbeitet auf dieser Grundlage eine Anleitung für den Entwurf, die Verwaltung und die Evaluierung neuer Programme. Das 4. Arbeitspaket (Building trans-national co-operation and co-ordination) dient der Organisation gemeinsamer Aktivitäten (Konferenzen, Workshops), dem Networking von Forschern und der Planung der Umsetzung gemeinsamer europäisch-chinesischer Kooperationsprogramme. Die beiden Arbeitspakte 5 und 6 (Coordination activities) befassen sich schließlich konkret mit der Durchführung eines gemeinsamen europäisch-chinesischen Förderprogramms (CO-REACH Pilot call in social science research) sowie mit der Evaluation und der Frage nach zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten des CO-REACH-Konsortiums.

CO-REACH Pilotprogramm im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften:

Im August 2008 startete ein Pilotprogramm zur Förderung von europäisch-chinesischen Forschungsprojekten. Ziel dieser Fördermaßnahme "Förderung der Zusammenarbeit in den Sozialwissenschaften zwischen Europa und China" ist es, europäisch-chinesische Forschungsvorhaben zu unterstützen, um damit die multinationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in diesem Forschungsfeld zu initiieren oder bereits bestehende Kooperationen zu stärken. Diese multilaterale europäisch-chinesische Ausschreibung wurde von insgesamt 11 Förderorganisationen aus 6 verschiedenen Ländern sowie der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) gemeinsam getragen.
Die überaus rege Beteiligung multilateraler Forscherkonsortien an dieser Ausschreibung unterstreicht das große Interesse der Forscher an gemeinsamen Forschungsaktivitäten im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften. In der Vorregistrierungsphase wurden 118 Anträge eingereicht wovon mehr als 80 für die zweite Einreichungsphase zugelassen werden konnten. Eine Voraussetzung für die Forschernetzwerke war die Zusammensetzung von mindestens zwei europäischen Partnern aus zwei unterschiedlichen Ländern sowie einem chinesischen Partner eines CASS -Instituts.
Die Auswahl der zu fördernden Projekte umfasste eine schriftliche Vorbegutachtung (Peer Review Procedure) sowie die abschließenden Bewertung durch ein internationales Gutachtergremium (Scientific Evaluation Committee) und konnte im März 2009 abgeschlossen werden. Es wurden insgesamt 14 Projekte zur Förderung ausgewählt, wobei alle fünf ausgeschriebenen Themen vertreten waren:

- Demographie, Familie und Sozialwesen
- Kulturerbe
- Recht, Staatsführung und politische Entscheidungsfindung
- Teilhabe, Mitbestimmung, Beschäftigung und Lebensqualität
- Wandel des Arbeitsmarktes, Migration und sozialer Zusammenhalt

Außerdem waren alle an der Ausschreibung beteiligten Länder durch mindestens einen Partner in den erfolgreichen Forscherkonsortien vertreten. Die Durchführung und die Ergebnisse der Forschungsprojekte werden von den beteiligten Förderorganisationen begleitet und beobachtet. Außerdem ist für den Herbst 2010 eine Konferenz geplant, bei der die europäischen und chinesischen Projektkoordinatoren (principal investigators) über den Fortlauf ihrer Forschungskooperationen berichten werden. Nähere Informationen über diese Konferenz werden auf der CO-REACH website veröffentlicht. Der Erfolg dieser Ausschreibung spielte bei den Überlegungen zu potentiellen Folgeaktivitäten eine entscheidende Rolle und führte zu dem Beschluss, ein weiteres ERA-NET mit China bei der EU-Kommission zu beantragen.

Übersicht der Förderprojekte der CO-REACH Ausschreibung im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften:

Project Title

European PI

Chinese PI

Consortium Partners

Collaborating countries

EUROPEAN-CHINESE BIOARCHAEOLOGY COLLABORATION - Contributing to a Broader Agenda

Dr. Keith Dobney, Durham University

Prof. Jing YUAN CASS

Prof. Jean-Denis Vigne, CNRS

Prof. Mike Richards, Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology

China

France

Germany

UK

Europe and China: Addressing New International Security and Development Challenges in Africa

Dr. Catherine Gegout, University of Nottingham

Prof. Hong ZHOU CASS

Prof. Daniel Bach, Sciences Po Bordeaux

China

France

UK

Employment, innovation and welfare: A comparative study of Europe and China

Prof. Pierre Mohnen, University of Maastricht

Prof. Peiyong GAO, CASS

Dr. Georg Licht, Zentrum für europ. Wirtschaftsforschung Prof. Benoit Mulkay, University of Toulouse Pof. Yanyun ZHAO, Renmin University

China

France

Germany

The Netherlands

International Migrants’ Ethnicity and Its Impact on Labour Markets of the Receiving Countries: A Comparative Study among China, Netherland, Germany, France and UK

Prof. Ludger Pries, Ruhr-Universität Bochum

Prof. Hao SHIYUAN, CASS

Prof. Catherine de Wenden, Sciences Po Prof. Ayse Caglar, Central European University, Hungary Prof. Ron Skeldon, University of Sussex

China

France

Germany

Hungary

The Netherlands

UK

River Basin Governance: IRBM in the European Union and China

Prof. Keith Richards, University of Cambridge

Prof. Jiahua PAN, CASS

Dr. Timothy Moss, Leibniz Institute for Regional Development and Structural Planning

China

Germany

UK

Stakeholders and gatekeepers as agents of more effective corporate governance

Prof. Roman Tomasic, Durham University

Prof. Su CHEN, CASS

Prof. Helmut Kohl, Goethe-University of Frankfurt

China

Germany

UK

Structures and Legacies of Dynastic Power (in late imperial China and Early Modern Europe)

Prof. Jeroen Duindam, Rijksuniversiteit Groningen

Prof. Boya WU, CASS

Prof. Sabine Dabringhaus, Albert-Ludwigs-University of Freiburg

China

Germany

The Netherlands

Internal mobility and integration in China and the European Union

Prof. Bill Jordan, Plymouth University

Prof. Juwei ZHANG, CASS

Dr. Dita Vogel, Hamburg Institute of Int. Economics GmbH

China

Germany

UK

Renewable Energy Governance in China and the EU

Prof. Arthur Mol, Wageningen University

Mr. Quin TU Ph.D, CASS

Prof. Miranda Schreurs, Free University of Berlin

China

Germany

The Netherlands

The Impact of Emerging Power: China-EU cooperation and global governance

Dr. Doris Fischer, German Development Institute

Prof. Yizhou WANG, CASS

Prof. John Humphrey, University of Sussex

China

Germany

UK

Comparative research on Regulatory law Enforcement in China and the EU

Dr. Benjamin van Rooij, Leiden University

Prof. Hanhua ZHOU, CASS

Prof. Bridget Hutter, London School of Economics and Political Science

China

The Netherlands

UK

Cultural Heritage in China: Changing Trajectories, Changing Tasks

Prof. Harriet Evans, University of Westminster

Dr. Jiang BAO, CASS

Dr. Mayke Wagner, German Archaeological Institute

China

Germany

UK

Intellectual Property Rights in the New Media Environment

Prof. Ian Lloyd, Strathclyde University

Prof. Li MINGDE, CASS

Prof. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung,

Prof. Andreas Wiebe, Vienna University of Economics and Business Administration Prof. Willem Grosheide, Molengraaff Institute for Private Law, Utrecht University

Austria

China

Germany

The Netherlands

UK

Documentation and Archiving id oral tradition: Researches and Interdisciplinary Approaches

Mr. Lauri Harvilahti, Finnish Literature Society

Mr. Hubin YIN, CASS

Dr. Aone van Engelenhoven, University of Leiden

China

Finland

The Netherlands

 

Weitere Informationen unter:
http://www.co-reach.org

Dokumente

Ansprechpartner

  • Dr. Thomas Reineke

    • Multilaterale Zusammenarbeit mit UNESCO / UN-Standort Bonn
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-1448
    • Faxnummer: +49 228 3821-1444
    • E-Mail-Adresse: thomas.reineke@dlr.de