Flankierung von BMBF-Vorhaben zum Integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM) durch multilaterale Finanzierungs- und Förderprogramme

Ausgehend von den Vereinbarungen verschiedener internationaler Konferenzen wie zuletzt dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 in Johannesburg sind die Maßnahmen des BMBF im Wasserbereich stark international ausgerichtet. Ein Ziel ist die Anpassung deutscher Wassertechnologien an andere klimatische, ökologische, ökonomische und soziale Verhältnisse sowie die Entwicklung integrierter vorausschauender Planungsinstrumente für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Durch eine ganzheitliche Bewirtschaftung der Wasservorkommen soll mit weniger Ressourceneinsatz mehr Nutzen entstehen. 

Dieses Leitbild des IWRM wird in einem Förderschwerpunkt zum IWRM im Rahmenprogramm "Forschung für die Nachhaltigkeit" des BMBF umgesetzt. Hierfür hat das Internationale Büro in den Jahren 2004 und 2005 zunächst einen "Ideenwettbewerb IWRM" durchgeführt, der die Auswahl der Zielregionen und maßgeblichen Projektkonzeptionen zum Ziel hatte. Die 18 geförderten Vorhaben haben eine Bestandsaufnahme der Modellregion sowie ein FuE-Konzept für die Einrichtung oder Weiterentwicklung eines IWRM in diesen beispielhaften Regionen geliefert. In einem Workshop mit Fachgutachtern wurde etwa die Hälfte der Projekte zur Weiterförderung als BMBF-Verbundvorhaben ausgewählt. Diese Vorhaben wurden im Zeitraum 2006 bis 2008 begonnen und sollen die interdisziplinäre und internationale Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verbessern, einen Beitrag zur Situationsverbesserung für die Menschen vor Ort leisten und zudem neue Exportmöglichkeiten für deutsche Wasser- und Umwelttechnologien eröffnen. 

Aus den im Rahmen der Verbundvorhaben erstellten IWRM-Konzepten wird sich in vielen Fällen auch die Notwendigkeit von erheblichen Infrastrukturinvestitionen beispielsweise zur Wassergewinnung oder Abwasserentsorgung ergeben. Diese Umsetzung ist jedoch - eventuell mit Ausnahme einzelner Pilotanlagen - kein Bestandteil der Vorhaben. Allerdings haben der öffentliche und auch der private Sektor in den betreffenden Ländern selten die Möglichkeit, die entsprechenden Investitionsmittel allein aufzubringen. Das Internationale Büro des BMBF (IB) unterstützt die Verbundprojekte daher dabei, die Chancen einer Implementierung zu verbessern. Hierzu gehört beispielsweise, die Projekte so zu beraten, dass die Ergebnisse in die Vorbereitung von entsprechenden Infrastrukturprojekten von bi- oder multilateralen Entwicklungsbanken wie der KfW Entwicklungsbank oder der World Bank und der Asian Development Bank einfließen können. Auch die Möglichkeit von Synergien mit multilateralen Förderprogrammen z.B. der EU oder Vereinten Nationen wird geprüft. Über das BMBF, die zuständigen Fachprojektträger und das IB erfolgt zudem die Unterstützung der Projekte bei der Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Ministerien, Planungsbehörden und anderen relevanten Regierungseinrichtungen in den jeweiligen Ländern sowie den Deutschen Botschaften. 

Ansprechpartner

  • Dr. Andreas Suthhof

    • Fachlicher Ansprechpartner: Flankierung des BMBF-Förderschwerpunktes zum Integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM)
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    • E-Mail-Adresse: andreas.suthhof@dlr.de