Jordanien

Mit der Grundsteinlegung zur German-Jordanian University (GJU) in Amman nimmt eines der größten Vorhaben zu neuen Studienangeboten Gestalt an, die vom BMBF finanziert werden. Die GJU soll Wissenschaft mit Anwendungsbezug verknüpfen und qualifizierte Forscherinnen und Forscher für die Region ausbilden. Zu den drängendsten Problemen der Region gehört die Versorgung mit Wasser. Das BMBF unterstützt daher Vorhaben vor Ort zur besseren Wassergewinnung und -bewirtschaftung. Darüber hinaus bietet das IB die Förderung von Maßnahmen zur Kontaktanbahnung deutscher und jordanischer Wissenschaftler sowie Forschungseinrichtungen an.

Fördermöglichkeiten für Jordanien

 

Jordanien ist ein wichtiger Partner Deutschlands im Nahen Osten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt vor Ort wirksame Forschungsvorhaben und den Ausbau des Bildungssystems.

Eine Vereinbarung (MoU) zur weiteren aktiven politischen, wissenschaftlichen und finanziellen Unterstützung der German-Jordanian University (GJU) wurde im Juli  2009  von den Hochschulministern beider Länder unterzeichnet.

Bildungszusammenarbeit

Zu den größten Vorhaben im Bildungsbereich gehört die German-Jordanian University (GJU). Diese nach dem Modell deutscher Fachhochschulen in Amman im Aufbau befindliche Hochschule soll akademische Ausbildung mit technischem Know-how verknüpfen. Charakteristisch ist dabei die Kooperation der Hochschule mit Unternehmen, sowohl zur jordanischen wie auch zur deutschen Wirtschaft. Ein Studienaufenthalt oder Industriepraktikum in Deutschland soll ebenfalls zur Ausbildung gehören.

Am Aufbau der GJU, insbesondere der Gestaltung der Studiengänge beteiligen sich verschiedene deutsche Fachhochschulen. Koordinator ist die Hochschule Magdeburg-Stendal. Nach der vom BMBF mitfinanzierten Aufbauphase von vier Jahren wird die GJU von jordanischer Seite allein finanziert. Die GJU will im Oktober 2005 ihren Studienbetrieb mit ersten Studiengängen aufnehmen. Der reguläre Studienbetrieb wird aber erst beginnen können, wenn die Arbeiten an den neuen Gebäuden abgeschlossen sind. Der Grundstein für die GJU wurde am 25 April 2005 unter der Schirmherrschaft König Abdullahs gelegt.

Die GJU ist vom Finanzvolumen her das derzeit größte Vorhaben im Rahmen des vom BMBF finanzierten Förderprogramms "Studienangebote deutscher Hochschulen im Ausland", das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durchgeführt wird.  Deutsche Hochschulen werden seit 2001 beim Aufbau  eigener Studienangebote im Ausland gefördert. Das bislang größte Einzelprojekt war die "German University in Cairo", die Anfang Oktober 2003 feierlich eröffnet wurde. Die GJU in Amman ist nun das größte Hochschulprojekt in diesem Rahmen.

Anfang Juli 2009 unterzeichneten die Hochschulminister beider Länder eine Vereinbarung (MoU) zur weiteren aktiven politischen, wissenschaftlichen und finanziellen Unterstützung der „German-Jordanian University“.

Forschungskooperation

Der Mangel an Wasser und die bessere Nutzung dieser knappen Ressource ist Hintergrund für die enge Partnerschaft mit Jordanien bei großen regionalen Wasserprojekten des BMBF, die zum Ziel haben, diese Ressourcen nachhaltig bewirtschaften zu können. Zu den großen Projekten dieser Art zählt das Projekt GLOWA, das die Einflussfaktoren globaler Veränderungen auf den Jordan untersucht. Die Region am Jordan ist eine der wichtigsten Gebiete für die Wassergewinnung der gesamten Region, ist aber zugleich in einem kritischen Zustand, da der Wassermangel rapide zunimmt.

Die physikalische Grundlagenforschung in der gesamten Region soll das UNESCO-Projekt SESAME stärken, das in Jordanien aufgebaut wird. Kern des Vorhabens ist der aus Deutschland stammende Synchrotron-Speicherring BESSY I. An diesem Vorhaben sind neben Jordanien auch Ägypten, Israel, Palästina und die Türkei beteiligt. Alle diese Initiativen dienen dazu, die friedlichen Perspektiven dieser Region zu verbessern und die traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Jordanien weiter zu vertiefen.

Ansprechpartner

  • Susanne Ruppert-Elias

    • Fachliche Ansprechpartnerin: Ägypten, Jordanien, Sonstige Arabische Staaten der Nahostregion
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-1487
    • Faxnummer: +49 228 3821-1444
    • E-Mail-Adresse: susanne.ruppert-elias@dlr.de