Türkei

Die deutsch - türkischen Beziehungen haben eine langwährende Tradition und reichen historisch bis in die Zeit des Osmanischen Reiches zurück. In der Gegenwart nimmt die Türkei durch ca. 2,5 Mio. in Deutschland lebender Menschen mit türkischem Migrationshintergrund und nicht zuletzt aufgrund der Integrationspolitik der Europäischen Union eine besondere Rolle in ihrer Beziehung zu Deutschland und Europa ein. Aufgrund der stark wachsenden Wirtschaft entwickelt sich die Türkei immer mehr zu einem lukrativen Partner.
 
Fördermöglichkeiten für die Türkei

 

Mit der fortschreitenden Einbindung der Türkei in den europäischen Integrationsprozess haben auch die bilateralen deutsch-türkischen Beziehungen weiter an Bedeutung gewonnen. In dieser Zeit hat die Türkei ein außergewöhnliches Wirtschaftswachstum vollbracht. Heute nimmt Deutschland mit über 1.8 Millionen türkischen Staatsbürgern und nahezu 500.000 Deutschen mit türkischer Herkunft eine Sonderrolle in seiner Beziehung zu Europa ein. Vor allem im Bereich der Wirtschaft hat sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahrzehnten enorm intensiviert. Nahezu 4000 deutsche Unternehmen haben bereits in der Türkei investiert oder unterhalten einen Nebensitz in der Türkei. Allerdings orientieren sich die türkischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler derzeit noch vorwiegend an den angelsächsischen Universitäten. Hier gibt es für Deutschland ein attraktives Kooperationspotenzial, das von der wissenschaftlichen Landschaft noch nicht angemessen wahrgenommen wird.  

Politischer Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit

Die türkische Regierung setzt seit längerem auf einen dynamischen Auf- und Ausbau der Hochschullandschaft des Landes und hat sich auch für die Zukunft ehrgeizige Ziele gesetzt. Die Anzahl von Universitäten und die der Wissenschaftler wächst stetig. So sollen weitere 15 Universitäten errichtet, das wissenschaftliche Personal bis 2013 über 40%  und die nationalen Forschungsausgaben auf 2% des BIP gesteigert werden. Der Erfolg dieser Initiative spiegelt sich eindrucksvoll in dem Anstieg internationaler Publikationen und Patente wieder. Die Türkei ist als assoziiertes Mitglied in Europäischen Förderprogrammen beteiligt.

Schwerpunkte der Kooperation

Die Türkei ist eines der Schwerpunktländer des BMBF und gewinnt immer stärker an Gewicht. Schwerpunktthemen der Forschungskooperation lagen bisher in den Bereichen:

  • Umwelttechnologienbereich und Wassertechnologien
  • Gesundheit und Biotechnologie
  • Materialwissenschaften und Energietechnologien

Höhepunkte der bilateralen Zusammenarbeit

Bei den traditionell guten Beziehungen zur Türkei in Forschung und Lehre sind die planmäßige Erschließung neuer und die Vertiefung bestehender Hochschulpartnerschaften ein weiteres Ziel der Zusammenarbeit. Die gemeinsame Beteiligung an Forschungsprojekten im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU wird vom BMBF durch gezielte Veranstaltungen gefördert. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche gemeinsame Workshops organisiert und durchgeführt:

  • German - Turkish Workshop on ICT (30 Juni 2009, Braunschweig) - Deutsch-Türkischer Workshop über Informations- und Kommunikationstechnologien, Prof. Dr. Lars Wolf, Centrum für Informatik und Informationssysteme; TU Braunschweig
  • German - Turkish TU9-Workshop on Sustainable Energy (12.-14. November 2008, TUBITAK Marmara Research Center, Gebze, Kocaeli Turkey) Kontakt:  Prof. Dr. Hans-Joerg Bauer, Institut für Thermische Stroemungsmaschinen, Universität Karlsruhe.
  • "HEALTH BRIDGES ACROSS THE BOSPHORUS"  a European multi-society German-Turkish summer workshop (29. Juni - 2. Juli 2008, Schloß Raesfeld, Deutschland): Prof. Dr. Winrich Breipohl, Institut für    Arbeit und Technik (IAT), FH Gelsenkirchen
  • German- Turkish Workshop on Powertrain (17.- 19. März 2008, Wolfsburg, Deutschland): Prof. Dr. Müfit Bahadir, Institut für Ökologische Chemie und Abfallanalytik, Technische Universität Braunschweig 

Eine Ausweitung der bilateralen Veranstaltungen ist auch in den kommenden Jahren vorgesehen.

Aktuelle Projektbeispiele mit der Türkei finden Sie hier

Türkeibesuch von Bildungsministerin Annette Schavan in der Türkei

Frau Bundesministerin Annette Schavan besuchte vom 10. bis 12. Februar 2010 die Türkei und traf den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan sowie ihre türkische Amtskollegin Nimet Çubukçu. Während dieser Reise und in Ihren Beisein wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und der Ankara Universität für die Zusammenarbeit im türkischen Teilchenbeschleunigerprojekt (TAC), sowie eine Kooperationsvereinbarung der Technischen Universitäten Istanbul und Berlin zur Zusammenarbeit und Gründung ein gemeinsamen deutsch-türkischen Forschungszentrum für Informations- und Kommunikationstechnologien (DTZ) vereinbart.

Förderung der Zusammenarbeit

In den letzten Jahrzehnten - mit der fortschreitenden Einbindung der Türkei in den europäischen Integrationsprozess - haben auch die bilateralen deutsch - türkischen Beziehungen weiter an Bedeutung gewonnen. Die Türkei ist ein Schwerpunktland des BMBF und eine weitere Vertiefung und Intensivierung der Wissenschaftlich - Technologischen Zusammenarbeit (WTZ) ist angestrebt. Das Internationale Büro des BMBF hat mit diesem Ziel besondere Förderinstrumente entwickelt und implementiert.

Dokumente

Ansprechpartner

  • Dr. Akin Akkoyun

    • Fachlicher Ansprechpartner: BS-ERA.NET (ERA-Net Schwarzmeerregion), Türkei
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-470
    • Faxnummer: +49 228 3821-444
    • E-Mail-Adresse: akin.akkoyun@dlr.de