Singapur

Die im Dezember 2001 und August 2002 vom Internationalen Büro durchgeführten Informationsreisen nach Singapur dienten dem Informationsaustausch und der Entwicklung von Szenarien für die Zusammenarbeit mit Singapur im Bereich Hochtechnologie. Das Interesse der singapurischen Seite an einer verstärkten wissenschaftlichen Kooperation mit deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im IT-Bereich und im Bereich der Lebenswissenschaften ist überaus groß.
Fördermöglichkeiten für Singapur 

 

Allgemeine Aktivitäten und Entwicklungen | Fachliche Schwerpunkte

Allgemeine Aktivitäten und Entwicklungen
  
Singapur stellt in erheblichem Umfang Fördermittel zur Kofinanzierung gemeinsamer Forschungsprojekte und auch für die Zusammenarbeit in der Bildung zur Verfügung. Im September 2002 fand mit Unterstützung des IB eine Factfinding Mission IT-Logistics (1.-4.09.02) unter Koordination desFraunhofer Representative Office Singapore statt. Eine Kontaktveranstaltung Biotechnology/Lifescience wurde in Zusammenarbeit mit den Niederlanden, Grossbritannien und Israel im Februar 2004 in Singapur mit großem Erfolg durchgeführt (s.u.).

Im Jahr 2004 besuchte Bundesministerin für Bildung und Forschung Bulmahn Singapur und führte u.a. ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der staatlichen Forschungsförderórganisation A*STAR, Philip Yeo und besuchte das German Institute of Science and Technology (GIST). 
  
 
Fachliche Schwerpunkte
  
Die Zusammenarbeit mit Singapur konzentriert sich auf die Themengebiete

Bildungszusammenarbeit mit Singapur
  
Deutsches Institut für Wissenschaft und Technologie (GIST) in Singapur gegründet:  Am 16. Januar 2002 wurde ein Vertrag zur Gründung eines deutschen Institutes für Wissenschaft und Technologie German Institute of Science and Technology, GIST in Singapur unterzeichnet. Das BMBF fördert das Vorhaben aus dem Programm Export deutscher Studiengänge des DAAD im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung mit 1 Million Euro und die Singapurische Regierung mit weiteren 4 Mio Euro. Das neue Institut startet am 15. Juli 2002 mit einem Studiengang im Fach Industrial Chemistry, der mit einem Master-Diplom der Technischen Universität München (TUM) und der National University Singapur (NUS) abschließt. Derzeit werden folgende Masterkurse angeboten: Industrial Chemistry ( IC), Industrial Ecology (IE), Integrated Circuit Design (ICD), Industrial Health Technology (IHT, ab Juli 2006) Mit dem German Institute of Science and Technology (GIST) hat erstmals eine deutsche Universität, die TU München (TUM) eine selbständige Tochter im Ausland gegründet. Die Aufgabe von GIST ist die Erschließung des ausländischen Bildungsmarkts mit Schwerpunkt Südostasien.

Weiterhin sei an dieser Stelle auf das Stipendienprogramm der Singapurianischen Regierung Duo-Singapore Exchange Fellowship Award auch für deutsche StudentInnen, die ein Semester in Singapur studieren wollen, hingewiesen. 
 
Biotechnologie/Medizintechnik in Singapur
  
Das Internationale Büro fördert in Singapur ein Kooperationsprojekt zwischen dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (FhG-IFAM) und der Nanyang Technological University, School of Mechanical and Production Engineering. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Biomaterialien mit knochenähnlichen Strukturen für die Herstellung von kostengünstigen und qualitativ überlegen Implantaten. Das Projekt wird von der singapurischen Regierung mit mehreren Millionen Singapur Dollar unterstützt.

Eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Bioinformatik zwischen einer deutschen Firma (Genomatix Software GmbH, München) und einem mit der Singapore National University assoziierten Forschungsinstitut (Laboratories for Information Technology, LIT) wurde mit Unterstützung durch das IB in 2002 vereinbart.

Singapur ist sehr daran interessiert, den Bereich Biomedizinische Forschung aufzubauen, und ist deshalb u.a. auch daran interessiert, etablierte deutsche Forscher auf diesem Gebiet anzuwerben sowie gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu fördern. Singapur plant, in den nächsten fünf Jahren mehr als S$ 3 Milliarden für F&E im Bereich der Lebenswissenschaften zu investieren. Zentrale Bedeutung hat dabei der Aufbau eines neuen Biotechnologieparks "Biopolis". In diesem Wissenschaftspark sollen bis 2008 etwa 4000 Wissenschaftler öffentlicher und privater Forschungseinrichtungen arbeiten. Auf dem Gelände wurden Institute für Bioinformatik, Bioingenierwesen, Molekularbiologie und Genforschung errichtet. Hinzu kommen eine Gewebebank für Krebskranke und eine Gendatenbank. Nähere Informationen sind bei der bedeutendsten Forschungsförderungsorganisation in Singapur, der Agency for Science, Technology and Research (A*Star) bzw. dem Biomedical Research Council (BMRC) zu finden (Kontaktadresse s.u.). BIOPOLIS (Simulationen)

BiotechS'pore: Match Making Singapore 2004

Zusammen mit unseren Partnern aus den Niederlanden, Großbritannien, Israel und Singapur organisierte das IB für Unternehmen und Forschungseinrichtungen vom 9.-11. Februar 2004 eine Kontaktveranstaltung zum Thema Biotechnologie/Lebenswissenschaften in Singapur mit. Ziel der Veranstaltung war die Identifizierung von Partnern und Themen für bi- und multilaterale Forschungskooperationen mit Singapur.

Die nächste grössere Veranstaltung im Bereich Biomedizin/Biotechnologie mit Gelegenheiten, potentielle Partner in Singapur kennenzulernen ist die BioMedicalAsia2004 (Singapur, 12.-14.Oktober 2004).

Dokumente

  • Einzelvereinbarungen zwischen Singapur und Deutschland

    [PDF - 23,4 kB]

    Abkommen des DAAD, Abkommen der DFG, Abkommen des DLR, Abkommen zwischen singapurischen und deutschen Hochschulen etc. (URL: http://www.internationales-buero.de/_media/EinzelvereinbarungenSGP_BRD.pdf)

Ansprechpartner

  • Dr. Shilpi Saxena

    • Fachliche Ansprechpartnerin: Indonesien, Singapur, Vietnam, Südostasien
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-410
    • Faxnummer: +49 228 3821-444
    • E-Mail-Adresse: shilpi.saxena@dlr.de