
Es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, mit Japan eine langfristige partnerschaftliche Strategie zu entwickeln. Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ) mit Japan ist eines der strategisch wichtigsten Säulen der deutsch-japanischen Beziehungen. Basierend auf dem WTZ-Abkommen von 1974 pflegt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kooperation mit Japan. Themenschwerpunkte des Abkommens sind die Bereiche Meeresforschung und -technologie, Lebenswissenschaften und Umwelt.
| Fördermöglichkeiten für Japan |
Die langjährige Kooperation im Bereich Wissenschaft und Technologie wurde durch den erfolgreichen Verlauf des "Deutschlandjahr in Japan 2005/2006" unterstrichen. Beide Länder blicken auf eine über 30-jährige wissenschaftlich-technolgische Zusammenarbeit (WTZ) zurück. Basierend auf dem WTZ-Abkommen von 1974 pflegt das BMBF die Kooperation mit Japan. Themenschwerpunkte des Abkommens sind die Bereiche Meeresforschung und -technologie, Lebenswissenschaften und Umwelt; in regelmäßigen Abständen finden WTZ-Kommissionssitzungen statt.
Die BMBF-Initiative eines Internationalen Forschungsdialogs im Rahmen der "Hightech-Strategie" stößt auf großes Interesse der japanischen Regierung die derzeit eine neue global orientierte Innovationsstrategie vorbereitet: Die auf die kommenden 20 Jahre orientierte "Innovation 25" Strategie soll durch eine neue wissenschaftlich-technologische Außenpolitik flankiert werden. Japan hat vor diesem Hintergrund großes Interesse an der "Hightech-Strategie" des BMBF und strebt wegen der teilweisen sich ergänzender Zielsetzungen eine enge Abstimmung an. Aus Sicht der Bundesregierung wird eine engere bilaterale Abstimmung auch für Deutschland große Vorteile bringen.
Auf Basis des WTZ-Abkommens kooperieren nicht nur die Ministerien beider Nationen miteinander. Auch die deutschen Forschungs- und Mittlerorganisationen sind sehr aktiv in der Zusammenarbeit mit Japan. Gemeinsam mit den japanischen Partnereinrichtungen, allen voran die Japan Society for the Promotion of Science und die Japan Science and Technology Agency, fördern sie den Austausch mit Japan.
Im Oktober 2006 besuchte die Bundesministerin Dr. Annette Schavan im Rahmen ihrer ersten Asienreise Japan. Sie wurde von einer hochrangigen Delegation aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik begleitet. Schwerpunkte des Japan-Besuchs waren unter anderem politische Gespräche mit dem japanischen Minister für Bildung, Wissenschaft und Technology, dem japanischen Finanzminister und ein Besuch bei der University of Tôkyô, wo die Ministerin die Gründungsvereinbarung zu Einrichtung des "Zentrums für Deutschland- und Europastudien" unterzeichnete und eine Grundsatzrede hielt. Weitere Treffen mit den Präsidenten der Japan Science and Technology Agency (JST), der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS), die Eröffnung eine deutsch-japanischen Nano-Elektronik Workshops, ein Empfang zum Abschluss des Deutschlandjahres in Japan sowie der Austausch mit in Japan ansässigen Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft standen auf dem Programm.
Vernetzung deutscher Kompetenznetze mit japanischen Clustern
Im Rahmen des Deutschlandjahres in Japan hat das BMBF die Vernetzung deutscher Kompetenznetze mit japanischen Clustern iniiziert und verfolgt damit das Ziel, die internationale Vernetzung deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Japan auszubauen, um Kompetenzgewinne und Innovationsvorsprünge für die deutsche Wissenschaft und Wirtschaft herauszuarbeiten.
Junior Experts Exchange Program
Seit 2003 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und dem japanischen Ministry of Foreign Affairs ein Austauschprogramm für Junior-Experten.
Das Programm zielt darauf ab, Kontakte zwischen deutschen und japanischen Forschern herzustellen und die Bildung von Netzwerken zwischen deutschen und japanischen Kompetenzzentren zu unterstützen. Ziel des Programms ist es, herausragenden deutschen und japanischen Nachwuchswissenschaftlern eine Gelegenheit für interdisziplinären Austausch zu bieten und so den japanisch-deutschen Wissenschaftsdialog zu intensivieren. So sollen langfristige Kontakte zwischen den Nachwuchswissenschaftlern beider Nationen geschaffen, der Austausch von Fachwissen zwischen japanischen und deutschen Teilnehmern gefördert und jüngeren Wissenschaftlern die Möglichkeit langfristiger japanisch-deutscher Kooperationen eröffnet werden.
Im Fokus weiterer Japan-Reisen der Bundesministerin Dr. Annette Schavan 2007 und 2008 stand die Teilnahme am STS-Forum in Kyoto.
Deutschlandjahr in Japan 2005 / 2006
Im Rahmen der Initiative "Deutschlandjahr in Japan 2005/2006" hat sich Deutschland von April 2005 bis März 2006 in den Themenfeldern Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur in ganz Japan präsentiert. Alleine im Bereich Wissenschaft, für den das BMBF die Federführung übernommen hatte, wurden in ca. 300 Veranstaltungen attraktive Beiträge zur Präsentation der deutschen Wissenschaft, Forschung, Technologie und Bildung geleistet.
Das Deutschlandjahr hat mit seinen vielfältigen und interdisziplinären Präsentationen dazu beigetragen, Kenntnisse über das moderne Deutschland zu verbreiten. Deutschland wurde als dynamisches Hochtechnologieland, als leistungsfähiger Forschungsstandort und als Partner für Kooperationen in Forschung und Entwicklung in Japan präsentiert.
Schwerpunktthemen der Wissenschaftspräsentation im Deutschlandjahr waren die Umwelt-, Verkehrs-, Gesundheitsforschung, sowie ausgewählte Themenfelder aus der Bio- und Nanotechnologie und der Informations- und Kommunikationstechnologie.
Die besondere Bedeutung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit wurde auch durch die breite Beteiligung deutscher Wissenschaftsinstitutionen am Deutschlandjahr unterstrichen: Neben den Hochschulen beteiligen sich die Helmholtz-Gesellschaft, die Max-Planck- und Leibniz-Gemeinschaft, die Fraunhofer Gesellschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst führte ebenfalls Veranstaltungen, u.a. in Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung durch.
Neben Wissenschaft und Wirtschaft zählte auch die Öffentlichkeit, insbesondere die Jugend zu den Adressaten der Veranstaltungen im Bereich "Wissenschaft". Denn die Attraktivität des Standortes soll auch das Interesse an einem Studium oder einer Ausbildung in Deutschland wecken. Die höchste Dichte innovativer Unternehmen in Europa, die Entstehung des europäischen Silicon Valley in und um Dresden und das Erreichen der Weltspitze in den Bereichen "optische Technologien" und "Nanotechnologieforschung" sind nur ein Teil der Gründe, die für eine Ausbildung in Deutschland sprechen.
Das Internationale Büro (IB) des BMBF beim DLR war im Rahmen der Initiative "Deutschlandjahr in Japan 2005/2006" involviert und betreut seit 2006 das Junior Experts Exchange Program.
Darüber hinaus gewährt das IB Unterstützung in Form von Mobilitätsbeihilfen. Dabei werden von Seiten des IB Reisekosten von deutschen Projektteilnehmern ins Ausland und Aufenthaltskosten ausländischer Projektteilnehmer in Deutschland bezuschusst (siehe auch Rubrik Förderung http://www.internationales-buero.de/de/974.php ).
[PDF - 88,6 kB]
(URL: http://www.internationales-buero.de/_media/Veranstaltungskalender_HP_13.03.2006.pdf)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/1458.php?country=Japan)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/2716.php)
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(URL: http://www.daad.de/hochschulen/kooperation/partnerschaft/partnerschaften-mit-japan-und-korea/05829.de.html)
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Regierungs- und Ressortabkommen, Botschaftsberichte, Strategiedokumente, Länderberichte und -studien, Reiseberichte, ITB Info-Service (URL: http://www.kooperation-international.de/en/japan/themes/international/documents/)
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(URL: http://www.mext.go.jp/english/index.htm)
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Informationen zur IuKT-Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) (URL: http://www.kooperation-international.de/countries/information-u-kommunikation/info/detail/data/24504/backpid/13/?PHPSESSID=c332)
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