
Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine in Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie im Bildungsbereich besitzt eine langjährige Tradition. Die Ukraine ist nach Russland der wichtigste Partner aus den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Die Kooperation gewinnt zusätzliche Bedeutung durch die herausgehobene Rolle der Ukraine im Rahmen der Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union.
| Fördermöglichkeiten für die Ukraine |
Im Bereich der physikalischen und chemischen Technologien wurde im Juni 2010 am E. O. Paton-Institut für Elektroschweißen der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiew der deutsch-ukrainische Workshop "Plasma and Electron Beam Technologies for Protective Coatings" mit etwa 90 internationalen Experten – auch aus deutschen und ukrainischen Unternehmen – mit dem Ziel einer Intensivierung der Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit Unterstützung durch das BMBF über das Internationale Büro durchgeführt.
Zur Meeresforschung unternehmen deutsche Forschungsschiffe (FS METEOR, FS POSEIDON, FS MERIAN) regelmäßig Forschungsfahrten ins Schwarze Meer; es bietet einzigartige Möglichkeiten z. B. für die Erforschung von Gashydraten und Paläoklima. In der Regel sind auch ukrainische Forscher bei diesen Forschungsfahrten Teil des wissenschaftlichen Expeditionsteams. Die Zusammenarbeit in diesem Forschungsbereich soll weiter ausgebaut werden.
Die "Tage der deutschen Wissenschaft und Forschung in der Ukraine 2009" fanden mit einer Reihe herausragender Veranstaltungen im November/Dezember 2009 ihren Abschluss. Einen besonderen Höhepunkt stellte die überaus gut besuchte Informationsveranstaltung "Forschung in Deutschland: Partner für die Zukunft" des BMBF am 24. November 2009 in Kiew an der Nationalen Technischen Universität der Ukraine "Kiewer Polytechnisches Institut" (NTUU „KPI“) dar. Repräsentanten deutscher Forschungs- und Förderorganisationen gaben hier einen Überblick über die deutsche Forschungslandschaft sowie über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für die Intensivierung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit. Zu den Teilnehmern gehörten mehr als 160 führende Vertreter ukrainischer Einrichtungen, davon über die Hälfte aus der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine und mehr als ein Drittel aus ukrainischen Universitäten.
Im Mai 2010 legte das modernste deutsche Forschungsschiff „Maria S. Merian“ im Hafen von Sewastopol auf der Krim an. Im Rahmen einer sehr gut besuchten Pressekonferenz an Bord wurden ukrainische Journalisten, darunter Vertreter nationaler Fernsehsender, über die aktuellen Forschungsaktivitäten im Schwarzen Meer informiert. Zusätzlich stellten im Rahmen eines vom BMBF initiierten und über das Internationale Büro unterstützten ganztägigen wissenschaftlichen Workshops deutsche und ukrainische Forscher ihre Forschungsgebiete und -ausrüstungen vor und schufen damit die Grundlagen für erweiterte und neue zukünftige Kooperationen.
Im Auftrag des BMBF bietet das Internationale Büro deutschen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen schwerpunktmäßig in Wissenschaft und Forschung Zuschüsse vor allem zu Sondierungsmaßnahmen und zur Vorbereitung von bilateralen Projekten. Seit 1993 wurden insgesamt mehr als 200 derartige Maßnahmen durch das Internationale Büro bezuschusst. Die ukrainischen Partner wurden dabei üblicherweise durch das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine durch analoge Maßnahmen unterstützt.
Während der 8. Tagung der gemeinsamen deutsch-ukrainischen wissenschaftlichen Arbeitsgruppe unterzeichneten das BMBF und das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine ein „Memorandum of Understanding“ über die gemeinsame Förderung der Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Innovation auf der Grundlage regelmäßiger Bekanntmachungen auf beiden Seiten.
In Fortsetzung der BMBF-Unterstützung der Beratung zur Forschungs- und Technologiekooperation vor Ort in der Ukraine im Jahr 2009 ist seit Anfang 2010 ein Ansprechpartner für Forschungskooperationen im Auftrag des BMBF in Kiew tätig. Er unterstützt das BMBF und das Internationale Büro bei der Ausgestaltung der deutsch-ukrainischen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit durch Information und Beratung sowie Mitwirkung bei der Organisation von Veranstaltungen in der Ukraine, durch die kooperationsbezogene Kontaktpflege mit deutschen und ukrainischen Ansprechpartnern in Behörden und Forschungseinrichtungen vor Ort und durch die Bereitstellung von Informationen zu den ukrainischen Wissenschafts- und Innovationssystemen und ihrer aktuellen Entwicklung.
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Projektbeispiel (URL: http://www.internationales-buero.de/_media/Ukraine_2001-PB-1.pdf)
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Projektbeispiel (URL: http://www.internationales-buero.de/_media/Ukraine_2001-PB-2.pdf)
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Projektbeispiel (URL: http://www.internationales-buero.de/_media/Ukraine_2001-PB-3.pdf)
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