
Die Slowakei legt seit dem Jahr 2005 verstärkt Augenmerk auf die Förderung von Forschung und Entwicklung. In der aktuellen Wettbewerbsstrategie wird darüber hinaus das Ziel einer wissensbasierten Wirtschaft ausdrücklich herausgestellt. Die deutsch-slowakische Kooperation basiert auf dem Abkommen zur Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit (WTZ) mit der damaligen Tschechoslowakei aus dem Jahr 1990.
| Fördermöglichkeiten für die Slowakei |
Die Slowakei, seit dem 1.1.1993 unabhängig, ist seit dem Frühjahr 2004 Mitglied der EU und der NATO. Mit dem Beitritt zur Eurozone am 1.1.2009 hat die Slowakei einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Integration in die Europäische Union getan.
2005 wurden Forschung und Entwicklung (FuE) offiziell ein wichtiges Ziel- und Handlungsfeld der slowakischen Politik. Zuständig für FuE ist das Bildungsministerium, der an Bedeutung zunehmende Innovationssektor liegt in der Verantwortung des Wirtschaftsministeriums. Die Slowakei weist im EU-Vergleich nach wie vor eine sehr geringe FuE-Intensität auf. Der FuE-Anteil am BIP lag nach Angaben der OECD 2009 bei 0,48% (EU-27: 2,01%). Die Slowakei strebt bis 2015 offiziell einen Wert von 1,80% an.
Die gestiegene Bedeutung von FuE wurde 2005 dokumentiert in der "Competitiveness Strategy for the Slovak Republic until 2010 - National Lisbon Strategy": Darin wird das Ziel einer wissensbasierten Wirtschaft ebenso formuliert wie die hohe Bedeutung von FuE für die gesamtstaatliche Entwicklung. In der Wettbewerbsstrategie sind auch die Ziele der nationalen Innovationspolitik zusammengefasst. Im September 2007 hatte die damalige Regierung unter Ministerpräsident Robert Fico die Ziele der staatlichen Wissenschafts- und Technologiepolitik ("Long-term Objective of the State S&T Policy up to 2015") neu formuliert. Das Dokument setzt auch die Prioritäten der staatlichen FuE-Politik fest. Weitere relevante Dokumente im Innovationskontext sind die nationale Innovationsstrategie von 2007 und die nationale Innovationspolitik 2008-2010 (2008).
Als wichtigste Ziele der Reform des öffentlichen FuE-Sektors nennt die slowakische Regierung eine Erhöhung der verfügbaren öffentlichen Mittel und mehr wettbewerblich orientierte Förderung. Der Slowakische Regierungsrat für Wissenschaft und Technologie ("Slovak Republic Government Board for Science and Technology") berät das Ministerium und die Regierung in Fragen der FuE-Politik. Der Rat ist die zentrale Einrichtung für die Vorbereitung der staatlichen Wissenschafts- und Technologiepolitik.
Die bedeutendsten Institutionen in der Forschungsförderung sind seit 2005 die Agentur für Forschung und Entwicklung ("Research and Development Agency")(APVV) und seit 2006 die Wissenschaftliche Förderagentur des Bildungsministeriums und der Akademie der Wissenschaften, die "Scientific Grant Agency" (VEGA). VEGA ist in erster Linie zuständig für die Grundlagenforschung.
Das slowakische Forschungssystem basiert auf der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, weiteren Forschungsinstituten der öffentlichen Hand, Hochschulen und privaten Forschungseinrichtungen.
Im Rahmen regionaler Kooperationen ist die Slowakei eingebunden in das Programm CEEPUS II (Central European Exchange Programme for University Studies). Außerdem existiert ein regionales Netzwerk über die Visegrád (V4)-Gruppe (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn).
Das BMBF hat seit 2004 das Programm "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" (Regionalausschreibung) aufgelegt, mit dem Projekte deutscher Wissenschaftler mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa gefördert werden. Ziel der Maßnahmen ist eine gemeinsame Projektantragstellung in den Förderprogrammen des BMBF, im 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union oder im Programm EUROSTARS.
Bislang wurden acht, inzwischen abgeschlossene, Maßnahmen mit slowakischen Partnereinrichtungen unterstützt. Ein spezifisches Instrument der Regionalausschreibung zur Stärkung der institutionellen Forschungszusammenarbeit ist die Förderung „gemeinsamer Forschungsbasen“. Zurzeit unterstützt das BMBF den Aufbau eines „European Landscape Institutes (ELI)“, an dem von deutscher Seite federführend die Technische Universität Dresden beteiligt ist. Zielländer sind unter anderem die Tschechische Republik und die Slowakei. Aus BMBF-Fachtiteln wird 2011 ein Projekt mit slowakischer Beteiligung im Bereich der Nanoelektronik gefördert. Im Rahmen der Zusammenarbeit innerhalb des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms konzentriert sich die Kooperation auf Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Forschungsinfrastrukturen.
Seit 2006 unterstützt das BMBF die "Umsetzung von Marketingmaßnahmen in der Zielregion Mittel-, Ost- und Südosteuropa für FuE-Netze und Forschungscluster“ im Rahmen der Initiative "Werbung für den Innovationsstandort Deutschland". In 2011 wird eine Maßnahme umgesetzt, in der auch die Slowakei Zielland ist. Dabei geht es um FuE-Marketing in der Tschechischen und Slowakischen Republik in den Bereichen Telematik sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Zwei weitere Forschungsmarketingmaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen.
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/1787.php?country=Slowakische Republik)
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/2716.php)
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Regierungs- und Ressortabkommen (URL: http://www.kooperation-international.de/slowakei/themes/international/dokumente )
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(URL: http://www.slovakia.org/sk-address.htm)
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