Nordische Länder

Zu den nordischen Ländern mit ihren ca. 25 Mio. Einwohnern zählen die skandinavischen Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden, die Republiken Finnland und Island sowie die autonomen Gebiete Färöer, Grönland (beide zu Dänemark) und Åland (zu Finnland). Dänemark, Finnland und Schweden gehören der Europäischen Union an. Die fünf Staaten mit den drei autonomen Gebieten sind Mitglieder des 1952 gegründeten Nordischen Rates. Die nordischen Länder spielen in vielfacher Hinsicht eine wichtige Rolle als Partner Deutschlands.
Finnland, Schweden, Dänemark und Norwegen - gehören zu den wirtschaftlich weltweit wettbewerbsfähigsten und innovativsten Ländern. Laut dem Europäischen Innovationsanzeiger (EIS) 2009 steht Schweden gemeinsam mit Finnland an der Spitze der europäischen Innovation.

Forschung und Entwicklung (FuE) genießen seit mehreren Jahrzehnten in den nordischen Ländern hohe Priorität. Schweden und Finnland gehören z.B. weltweit zu den Ländern, die im Verhältnis zum BIP mit einem Anteil in Höhe von etwa 4% das meiste Geld in FuE investieren. Damit liegen sie über dem für 2010 formulierten Lissabon-Ziel von 3%. In beiden Länder ist dies v.a. auch ein Verdienst des privaten Sektors. Beide Länder sind bestrebt, die öffentlichen Investitionen in FuE weiter zu verstärken.

Aufgrund ihrer Größe sind die nordischen Länder auf regionale (innerhalb der Nordic Research and Innovation Area NORIA) und globale Kooperationen angewiesen. Sie setzen deshalb verstärkt auf internationale FuE-Zusammenarbeit. Qualitativ befindet sich die Forschung in den nordischen Ländern auf hohem Niveau. In internationalen Evaluierungen werden Forschern aus dem hohen Norden durchweg gute Noten erteilt. Die Forscher behaupten sich gut im Wettbewerb mit den übrigen EU-Ländern. Im Rahmen der gemeinsamen Programme der EU wird die hohe wissenschaftliche Qualität der Forschung in den nordischen Ländern deutlich.

Wichtige Ziele der deutschen Kooperation mit den nordischen Ländern sind der systematische Ausbau der Beziehungen nach Skandinavien und in den gesamten Ostseeraum sowie der Aufbau internationaler Verbindungen unter Nutzung der bereits vorhandenen Partnerschaften. Dafür hat das BMBF unter anderem im Frühjahr 2010 eine Bekanntmachung zur Förderung eines Ideenwettbewerbs zum Auf- und Ausbau innovativer FuE-Netzwerke mit Partnern in Ostseeanrainerstaaten veröffentlicht. Ein Leitbild für Kooperationen im Ostseeraum kann verwirklicht werden, wenn alle Maßnahmen und Forschungsprojekte, die zur Realisierung der Zusammenarbeit getroffen werden, auf Nachhaltigkeit angelegt sind.

  • Dänemark

    Dänemark gehört zu den wettbewerbsfähigsten und innovativsten Ländern weltweit. Den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation kommt als Investitionen in die Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Die Beziehungen Deutschlands zu Dänemark sind in vielen Bereichen sehr eng. Auf den Gebieten von Bildung und Forschung sind sie nicht formalisiert.
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  • Schweden

    In einer hoch entwickelten Industrienation wie Schweden kommen Forschung, Entwicklung und Innovation als Investitionen in die Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Sowohl bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) - bezogen auf das Bruttoinlandprodukt (BIP) - als auch bei weiteren Indikatoren liegt Schweden in Europa an führender Position. Für die deutsch-schwedische Zusammenarbeit bietet der Ostseeraum einen wichtigen geographischen Rahmen und ein großes Potenzial.
    [mehr] (URL: http://www.internationales-buero.de/de/2125.php)
  • Finnland

    Forschung und Entwicklung (FuE) spielen in Finnland eine herausragende Rolle. Die Ausgaben für FuE, gemessen am Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zählen weltweit zu den höchsten. Finnland ist damit ein äußerst forschungsaktives Land. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in einer hohen Zahl von Beschäftigten in diesem Sektor wider. Die bilateralen Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland sind nicht über ein entsprechendes Kooperationsabkommen formalisiert. Die deutsch-finnische Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten, Universitäten und Unternehmen hat sich in vielen Bereichen intensiv entwickelt.
    [mehr] (URL: http://www.internationales-buero.de/de/2126.php)
  • Norwegen

    Ein strategisches Ziel Norwegens ist es, wirtschaftliches Wachstum für die Zeit nach der Öl- und Gas-Ära zu sichern. Forschung und Innovation sollen dabei ein stärkeres Gewicht erhalten. Die bilateralen Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland sind nicht über ein entsprechendes Kooperationsabkommen formalisiert.
    [mehr] (URL: http://www.internationales-buero.de/de/2127.php)

Ansprechpartner

  • Dr. Hans-Peter Niller

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