
Zu den nordischen Ländern mit ihren ca. 25 Mio. Einwohnern zählen die skandinavischen Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden, die Republiken Finnland und Island sowie die autonomen Gebiete Färöer, Grönland (beide zu Dänemark) und Åland (zu Finnland). Dänemark, Finnland und Schweden gehören der Europäischen Union an. Die fünf Staaten mit den drei autonomen Gebieten sind Mitglieder des 1952 gegründeten Nordischen Rates. Die nordischen Länder spielen in vielfacher Hinsicht eine wichtige Rolle als Partner Deutschlands.
Aufgrund ihrer Größe sind die nordischen Länder auf regionale (innerhalb der Nordic Research and Innovation Area NORIA) und globale Kooperationen angewiesen. Sie setzen deshalb verstärkt auf internationale FuE-Zusammenarbeit. Qualitativ befindet sich die Forschung in den nordischen Ländern auf hohem Niveau. In internationalen Evaluierungen werden Forschern aus dem hohen Norden durchweg gute Noten erteilt. Die Forscher behaupten sich gut im Wettbewerb mit den übrigen EU-Ländern. Im Rahmen der gemeinsamen Programme der EU wird die hohe wissenschaftliche Qualität der Forschung in den nordischen Ländern deutlich.
Wichtige Ziele der deutschen Kooperation mit den nordischen Ländern sind der systematische Ausbau der Beziehungen nach Skandinavien und in den gesamten Ostseeraum sowie der Aufbau internationaler Verbindungen unter Nutzung der bereits vorhandenen Partnerschaften. Dafür hat das BMBF unter anderem im Frühjahr 2010 eine Bekanntmachung zur Förderung eines Ideenwettbewerbs zum Auf- und Ausbau innovativer FuE-Netzwerke mit Partnern in Ostseeanrainerstaaten veröffentlicht. Ein Leitbild für Kooperationen im Ostseeraum kann verwirklicht werden, wenn alle Maßnahmen und Forschungsprojekte, die zur Realisierung der Zusammenarbeit getroffen werden, auf Nachhaltigkeit angelegt sind.
(URL: http://www.internationales-buero.de/de/2716.php)
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