Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina gilt als potentieller Beitrittskandidat für die Europäische Union (EU). Das im Juni 2008 abgeschlossene Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen gibt nunmehr den Rahmen für die weitere Entwicklung vor. Als letztes der Länder des westlichen Balkans ist Bosnien-Herzegowina noch nicht voll zum 7. Forschungsrahmenprogramm der EU assoziiert. Dieser Schritt wird jedoch für das erste Halbjahr 2009 erwartet.
Verknüpfung zu Fördermöglichkeiten für Bosnien-Herzegowina

 

Dem Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks diente der Regional-Workshop ,Transnational Innovation Network ,Sustainable decentralised water management' (TRINOWA)'. Dieser fand am 10./11.02.04 in Budva, Montenegro unter Beteiligung der Länder Bosnien-Herzegowina, Albanien, Bulgarien, Griechenland, der E.J.R Mazedonien, Kroatien, Rumänien und Serbien-Montenegro statt. Ziel ist die Stimulierung von gemeinsamen Antragstellungen in EU-Programmen (wie z.B. LIFE (Demonstrationsvorhaben), LEONARDO (Aufbau eines Kompetenznetzes) zum Thema Qualitäts- und Umweltmanagement, TEMPUS, INTERREG III) oder in nationalen Fachprogrammen und die Weiterverfolgung der gemeinsam entwickelten Projektideen innerhalb des initiierten Netzwerks TRINOWA.

Das Projekt SINSEE (Scientific Information Network South-East-Europe) trägt zur elektronischen Vernetzung aller wissenschaftlichen Einrichtungen Südosteuropas und zum Anschluss an das europäische Forschungsnetz GEANT bei. Damit wird nach Jahren der Isolation eine wichtige Grundlage für die bilaterale und europäische Zusammenarbeit geschaffen. In diesem Zusammenhang fand im Mai 2002 in Sofia der Workshop "Regionalisation of National Research and Education Networks in South East Europe" statt. Das BMBF hat ferner mit einem Pilotprojekt die technische und organisatorische Konzeption dieses Datennetzes unterstützt und eine erste Pilotinstallation gefördert.

Vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung hat das BMBF das Förderinstrument zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit den Mittel-, Ost- und Südosteuropäischen Ländern (MOEL und SOEL) modifiziert und im Frühjahr 2004 durch die Ausschreibung "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" (= Regionalausschreibung) ersetzt. Im Rahmen der Regionalausschreibung werden bilaterale oder multilaterale Vorhaben unterstützt, die der Vorbereitung von Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung und der Bildung im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU, anderer forschungsrelevanter Programme der EU oder der aktuellen Förderprogramme des BMBF dienen. Darüber hinaus können gemeinsame Forschungsbasen auf der Grundlage bestehender Kooperationen entwickelt und gefördert werden.

Die Verbesserung der Integration der Westlichen Balkanländer in den Europäischen Forschungsraum (EFR) ist auch das Ziel des von der EU geförderten Netzwerkprojekts SOUTHEAST-EUROPEAN ERA-NET (SEE-ERA.Net). Erreichen wollen Deutschland und seine 13 Partnerländer dies durch die Verknüpfung der Aktivitäten im Rahmen der bestehenden nationalen, bilateralen und regionalen Forschungsprogramme mit spezieller Ausrichtung auf Südosteuropa. Ein wichtiger Effekt dieses EU Projekts ist die Einbindung der Beitrittskandidatenländer Bulgarien und Rumänien in die überregionale FuE / Kooperation mit dem westlichen Balkan. Alle Länder des westlichen Balkans sind an SEE-ERA.NET beteiligt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren und endet im August 2009. Bosnien-Herzegowina und Deutschland (vertreten durch BMBF und IB) sind auch Partner im EU-geförderten WBC-INCO.NET-Projekt (Western Balkan Countries INCO-NET). Dies ist ein Netzwerkprojekt für den bi-regionalen Dialog zwischen der EU, den an das 7. EU-FRP assoziierten Staaten und den westlichen Balkanländern. Es unterstützt die "Steering Platform on Research for the Western Balkan Countries". Ziel ist es, die Teilnahme von Forschern der Zielregion in Europäischen FuE-Projekten zu verbessern. Am WBC-INCO.NET nehmen 26 Partner aus 16 Ländern teil. (siehe www.wbc-inco.net)

 

Ansprechpartner

  • Ralf Hanatschek

    • Fachlicher Ansprechpartner: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien
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