
Albanien gilt - wie auch Montenegro und Bosnien-Herzegowina - als potentieller Beitrittskandidat für die Europäische Union (EU). Mit dem mit der EU im Juni 2006 abgeschlossenen Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen hat Albanien seine europäische Perspektive bestätigt. Die internationale Kooperation in Bildung und Forschung zwischen Deutschland und Albanien steht dementsprechend ganz im Zeichen der Integration Albaniens in den Europäischen Forschungsraum.
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Von Oktober 2002 bis Mai 2003 wurde das BMBF-geförderte Vorhaben Dezentrales Wassermanagement im damaligen Serbien-Montenegro und Albanien durchgeführt. Im Rahmen von zwei Explorationsreisen nach Albanien und Serbien-Montenegro fanden in jedem dieser Zielländer Workshops, Diskussionsrunden und bilaterale Gespräche mit Vertretern von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen, Universitäten, Wasserver- und Abwasserentsorgungseinrichtungen sowie zuständigen Ministerien (z.B. Forschungs-, Umwelt-, Landwirtschafts-, Touristik-, Infrastrukturministerium) und Behörden statt. Diese Workshops und Gesprächsrunden dienten zur Gewinnung von Informationen über die jeweilige landes- und regionsspezifische Situation und zur Identifikation möglicher Ansatzpunkte für konkrete WTZ-Projekte im Bereich des Wassermanagements.
Als direkte Folge wurde der Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks durch den Regional-Workshop ‚Transnational Innovation Network ‚Sustainable decentralised water management‘ (TRINOWA)‘ initiiert. Dieser fand am 10./11.02.04 in Budva, Montenegro unter Beteiligung der Länder Albanien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Griechenland, die E.J.R Mazedonien, Kroatien, Rumänien und Serbien-Montenegro statt. Ziel ist die Stimulierung von ge-meinsamen Antragstellungen in EU-Programmen (wie z.B. LIFE (Demonstrationsvorhaben), LEONARDO (Aufbau eines Kompetenznetzes) zum Thema Qualitäts- und Umweltmanagement, TEMPUS, INTERREG III) oder in nationalen Fachprogrammen und die Weiterverfolgung der gemeinsam entwickelten Projektideen innerhalb des initiierten Netzwerks TRINOWA.
Das Projekt SINSEE (Scientific Information Network South-East-Europe) trägt zur elektronischen Vernetzung aller wissenschaftlichen Einrichtungen Südosteuropas und zum Anschluss an das europäische Forschungsnetz GEANT bei. Damit wird nach Jahren der Isolation eine wichtige Grundlage für die bilaterale und europäische Zusammenarbeit geschaffen. In diesem Zusammenhang fand im Mai 2002 in Sofia der Workshop „Regionalisation of National Research and Education Networks in South East Europe“ statt. Das BMBF hat ferner mit einem Pilotprojekt die technische und organisatorische Konzeption dieses Datennetzes unterstützt und eine erste Pilotinstallation gefördert.
Vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung hat das BMBF das Förderinstrument zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit den Mittel-, Ost- und Südosteuropäischen Ländern (MOEL und SOEL) modifiziert. Dementsprechend wurden auch die bilateralen Einzelausschreibungen mit Albanien im Frühjahr 2004 durch die Ausschreibung "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" (= Regionalausschreibung) ersetzt. Im Rahmen der Regionalausschreibung werden bilaterale oder multilaterale Vorhaben unterstützt, die der Vorbereitung von Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung und der Bildung im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU, anderer forschungsrelevanter Programme der EU oder der aktuellen Förderprogramme des BMBF dienen. Darüber hinaus können gemeinsame Forschungsbasen auf der Grundlage bestehender Kooperationen entwickelt und gefördert werden.
Die Verbesserung der Integration der Westlichen Balkanländer in den Europäischen Forschungsraum (EFR) ist auch das Ziel des von der EU geförderten Netzwerkprojekts Projekt Southeast European Era-Net (SEE-ERA.NET).Erreichen wollen Deutschland und seine 13 Partnerländer dies durch die Verknüpfung der Aktivitäten im Rahmen der bestehenden nationalen, bilateralen und regionalen Forschungsprogramme mit spezieller Ausrichtung auf Südosteuropa. Alle Länder des westlichen Balkans - und somit auch Albanien - sind an SEE-ERA.NET beteiligt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren und endet im August 2009.
Albanien und Deutschland (vertreten durch BMBF und IB) sind auch Partner im EU-geförderten WBC-INCO.NET-Projekt (Western Balkan Countries INCO-NET). Dies ist ein Netzwerkprojekt für den bi-regionalen Dialog zwischen der EU, den an das 7. EU-FRP assoziierten Staaten und den westlichen Balkanländern. Es unterstützt die "Steering Platform on Research for the Western Balkan Countries". Ziel ist es, die Teilnahme von Forschern der Zielregion in Europäischen FuE-Projekten zu verbessern. Am WBC-INCO.NET nehmen 26 Partner aus 16 Ländern teil. (siehe www.wbc-inco.net)
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Regierungs- und Ressortabkommen (URL: http://www.kooperation-international.de/albanien/themes/international/dokumente)
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(URL: http://www.mash.gov.al/)
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(URL: http://www.see-era.net/)
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Arbeitsgemeinschaft für Wirtschafts- und Technologie-Kooperation mit Osteuropa (URL: http://www.bruecke-osteuropa.de)
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Ein Informationsdienst zu den MOE-Staaten - mit einem individuellen Serviceangebot zu Ländern und Märkten (URL: http://www.uni-koblenz.de/ist/ewis/)
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